Archive for the ‘Hardware’ Category
1&1 überbrückt Warten auf DSL kostenlos mit UMTS
Donnerstag, Juli 2nd, 2009Bis zu drei Monate kostenlos über UMTS surfen
Wer einen DSL-Zugang beantragt, muss oft Geduld haben, bis der Internetzugang geschaltet ist. 1&1 überbrückt deshalb mit einer “Sofort-Start-Option” bis zu drei Monate Wartezeit mit einem UMTS-Zugang.
Der Kunde kann die Sofort-Start-Option kostenlos am Ende der Bestellung eines 1&1-DSL-Tarifs beantragen. 1&1 liefert dann eine UMTS-SIM-Karte, mit der drei Monate lang ohne Gebühren, ohne Zeit- und Volumenbegrenzung und mit bis zu 7.200 KBit/s das Internet genutzt werden kann. Ein UMTS-Modem ist nicht enthalten, kann aber in Form eines UMTS-USB-Sticks (”UMTS SurfStick”) über 1&1 bezogen werden.
Die Aktion dient nicht nur dazu, die Wartezeit für DSL-Neukunden zu verkürzen, sondern soll auch Interesse für einen mobilen Internetzugang von 1&1 wecken. Nach den drei Freimonaten lassen sich UMTS-USB-Stick und SIM-Karte weiter benutzen.
Das Unternehmen bietet dazu seine neue “1&1 UMTS Flat” (19,99 Euro/Monat, kostenloser UMTS-USB-Stick) und den ebenfalls neuen Tarif “1&1 UMTS Minute” (9 Cent/Minute bei 5-Minuten-Taktung) an. Bei Letzterem kostet der UMTS SurfStick 49 Euro.
Soundprobleme mit High-Definition-Realtek-Sound
Montag, März 23rd, 2009In der Vergangenheit oder besser gesagt seit dem Erscheinen des Service Pack 3 von Windows XP traten immer öfter Probleme mit dem High-Definition-Realtek-Sound auf. Obwohl alle Treiber installiert waren, funktionierte der Sound nicht.
Zum ersten Mal wurde ich mit diesem Problem konfrontiert bei der Installation von Windows XP mit SP 3. Alle Treiber korrekt eingerichtet und kein Sound vorhanden. Also alle Treiber wieder deinstalliert und den Treiber von der Realtek-Seite heruntergeladen und installiert und siehe da Sound wieder da. Nach dem alles wieder einwandfrei Funktionierte hatte, habe ich keinen weiteren Gedanken mehr daran verschwendet und den Audio-Treiber des Notebook-Herstellers (Acer Aspire 5630) gelöscht und anstelle den Original-Realtek-Treiber auf die Treiber-CD kopiert.
In den darauffolgenden Wochen und Monate habe ich dieses Phenom mit dem Sound nicht wieder erlebt. Erst mit der Benutzung eines AM2+-Boards von Gigabyte stand ich wieder vor dem Problem alle Treiber installiert und kein Sound. Die Installation des Original-Realtek-Treibers half mir dabei auch nicht weiter. Der erste Gedanke sch…. 2 Arbeitsstunden in den Sand gesetzt und installierte das Betriebssystem noch einmal und führte nach der Installation bewusst die Treiber-Installation durch. Beim ersten Mal hatte ich die sogenannte „Easy-Installation“ benutzt – es werden automatisch alle erforderlichen Treiber installiert. Bei der jetzigen Installation wählte ich die manuelle Installation aus, wo jeder Treiber explizit ausgewählt werden mußte, der zu installieren war. In der Treiber-Auswahl sah ich den „Microsoft UAA Bus Driver for High Definition Audio“-Treiber verzeichnet und aufgrund eines Gefühls habe ich diesen Treiber zunächst nicht mit installiert und siehe da der Sound funktionierte einwandfrei.
In den darauffolgenden Tagen und Wochen wenn ich dieses Board verbaut hatte habe ich immer den Treiber nicht mit installiert und es traten keinerlei Probleme auf.
Vor zwei Tagen habe ich wiederum bei einem Acer-Notebook (Extensa 5620) eine Windows XP Installation vornehmen müssen und siehe da wieder kein Sound aber ich erhielt einen Fehlercode (0xE0000227). Aufgrund des Fehlercodes habe ich dann im Internet recherchiert und siehe da als mögliche Fehlerquelle wurde der „Microsoft UAA Bus Driver for High Definition Audio“-Treiber genannt.
Beim Versuch den Treiber aus dem Gerätemanager zu entfernen erhielt ich immer den Hinweis „Dass der Treiber bzw. das Geräte nicht aus dem Gerätemanager entfernt werden könnte, da es für den Systemstart benötigt wird“. Also zuerst einmal den Treiber aktualisieren. Die Aktualisierung führt zu keinem positiven Ergebnis und auch das Entfernen des Treibers konnte nicht durchgeführt werden. Also weiter nach einer Lösung suchen bzw. verschiedene Möglichkeiten ausprobieren.
Beim Ausprobieren fand ich dann eine Lösung, sie ist einfach und aber auch gleichzeitig kompliziert. Nachfolgend der Weg für die Lösung:
- Im Gerätemanager: das Gerät “Realtek High Definition Audio” deaktivieren.
- Unter Systemgeräte: das Gerät “Microsoft UAA Bus Driver for High Definition Audio” deaktivieren (Achtung… manchmal ist dieses Gerät öfters verzeichnet… dann auch alle deaktivieren).
- System neustarten
- Nun den “Microsoft UAA Bus Driver for High Definition Audio” deinstallieren - nun müsste der “Realtek High Definition Audio” auch automatisch verschwinden
- Jetzt den aktuellen Treiber von Realtek installieren (die benötigten Windowsupdates sind in dem Treiber integriert)
- Abschließend das System neustarten
- Nach dem Neustart sollte der Sound einwandfrei funktionieren
Es grüßt Euch herzlichste und
der Sound möge immer mit Euch sein
Heinz Willi Ferkinghoff
Datenausführungsverhinderung
Samstag, Februar 21st, 2009Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot)
für Win XP, Win XP x64, Win Vista, Win Vista x64
Nach der Installation des SP2 für Windows XP erlebt man unter Umständen Überraschungen, wenn Dateien über das Kontextmenü gelöscht werden sollen. Das Kontextmenü öffnet sich nicht, dafür stürzt der Explorer ab. Die Dateien lassen sich nur durch das Verschieben in den Papierkorb entfernen. Ganze Ordner lassen sich jedoch über das Kontextmenü löschen, das Problem betrifft nur Dateien.
Schuld ist die Data Execution Prevention (DEP), die mit SP2 installiert wurde.
Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot), verhindert, dass schädliche Programmcodes ausgeführt werden. Wenn ein Programm versucht, Code, unabhängig davon, ob er bös- oder gutartig ist (Beispiel: DivX), aus einem geschützten Speicherort auszuführen, schließt die Datenausführungsverhinderung das Programm.
In der Systemsteuerung - System - Erweitert - Systemleistung “Einstellung”
- Datenausführungsverhinderung - Datenausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme der gewählten aktivieren können die jeweilige Anwendungen hinzugefügt werden, die nicht unter das Ausführungsverbot fallen sollen.

Unter Windows Vista: Systemsteuerung (klassische Ansicht) - System - Erweiterte Systemeinstellungen - Erweitert - “Leistung” Button “Einstellungen” - Datenausführungsverhinderung.
Es kann auch die Boot.ini editiert werden (gilt nicht für Windows Vista):
Start - Ausführen - Notepad %SYSTEMDRIVE%\Boot.ini - OK
Unter [operating systems] wird der Parameter /NoExecute= durch /Execute ersetzt.
Die Boot.ini-Datei danach wieder abspeichern und den Rechner neu starten.
Oder über Systemsteuerung > System > Registerkarte “Erweitert” > “Starten und Wiederherstellen” > Button “Einstellungen” > Bearbeiten.
Die Boot.ini liegt meistens im Verzeichnis C:\ und ist “schreibgeschützt”. Die Datei liegt normalerweise auf dem Laufwerk, auf dem Windows seine Systemdateien NTLDR etc. abgelegt hat. Das kann auch ein anderer Laufwerksbuchstabe sein. Vorher den Schreibschutz der Boot.Ini-Datei unter Eigenschaften/Allgemein entfernen, nach dem Abspeichern sollte das Häkchen wieder gesetzt werden. Die Boot.ini ist standardmäßig ausgeblendet. In den Ordneroptionen muss deshalb unter Ansicht die Option Geschützte Systemdateien ausblenden deaktiviert werden.
/EXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System deaktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen aktiviert werden. /EXECUTE die Deaktivierung der DEP - (also execute der ANWENDUNGEN).
/NOEXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System aktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen deaktiviert werden. Betrifft nur 32-Bit-Anwendungen. Bei 64-Bit-Anwendungen ist DEP generell eingeschaltet und lässt sich nicht abschalten. /NOEXECUTE die Aktivierung der DEP - (also noexecute der ANWENDUNGEN).
/noexecute=OptIn bewirkt, dass DEP nur Systemdateien überwacht und Anwendungen, die in der OptIn-Liste stehen. Verhindert, dass Windows XP in den “Abgesicherten Modus” startet.
/noexecute=OptOut bewirkt, dass DEP Systemdateien überwacht mit Ausnahme von Anwendungen, die in der OptOut-Liste stehen.
/NOEXECUTE=OptIn und /NOEXECUTE=OptOut sind die beiden Werte, die über die Systemsteuerung einstellbar sind.
/noexecute=AlwaysOn bewirkt, dass DEP systemweit für alle ausführbaren Dateien aktiviert ist. Eine eventuell vorhandene Ausnahmeliste wird ignoriert.
/noexecute=AlwaysOff bewirkt, dass DEP systemweit abgeschaltet ist.
/EXECUTE und /NOEXECUTE=AlwaysOff schalten die DEP bei 32bit-Windows aus, unabhängig davon, ob die CPU es unterstützt oder nicht, wobei hier noch /PAE und /NOPAE bei 64bit-CPUs eine Rolle spielen.
/NOEXECUTE=AlwaysOff scheint die einzige Möglichkeit zu sein, DEP bei 64bit-Windows auf einer 64bit-CPU, die DEP unterstützt, abzuschalten, solange nicht /PAE verwendet wird. /EXECUTE ist hier generell wirkungslos.
Das Ganze gilt für Hardware- und Software-DEP.
AVM implementiert erstmals IPv6 in Fritzbox
Donnerstag, Februar 19th, 2009
Durch 6to4-Tunnelung soll das neue Internetprotokoll künftig am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein. Eine erste Test-Firmware mit IPv6-Unterstützung für die Fritzbox Fon WLAN 7270 erscheint zur CeBIT.
AVM hat das neue Internetprotokoll IPv6 in seine Fritzbox integriert. In Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung des Internetanbieters Freenet sind die AVM-Router jetzt erstmals mit IPv6 am Provideranschluss im Einsatz.
Künftig werde IPv6 auch am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein, teilte das Unternehmen mit. Dafür verwendet AVM die sogenannte 6to4-Tunnellösung zur Umsetzung von IPv6 über IPv4-Adressen nach RFC 3056.
Bei IPv6 gibt es im Gegensatz zu IPv4 genug Adressen, so dass jeder Rechner und jedes Endgerät eine eigene öffentliche IP-Adresse bekommen kann. IPv6 besitzt eine hohe Kompatibilität zu vielen Anwendungen, da sie in der Regel nur mit einer höheren Protokollebene, beispielsweise TCP oder UDP, kommunizieren. Diese Protokolle ändern sich nicht, wenn man IPv6 statt IPv4 verwendet. Zudem unterstützen die drei wichtigsten Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows das neue Protokoll.
Die Adressierbarkeit jedes Endgeräts ermöglicht neue Dienste. Da IPv6 ohne NAT auskommt, sollen bestehende Services wie VoIP, P2P oder Videokonferenzen einfacher werden. Im Netzwerk (LAN und WLAN) sowie im Internet lassen sich IPv6 und IPv4 parallel betreiben.
“Unser Ziel ist die frühzeitige technische Verfügbarkeit der Fritzbox mit IPv6 für eine einheitliche, kompatible und sichere Implementierung im Zugangsnetzwerk. Für den nahtlosen Übergang werden unsere IADs IPv6 und IPv4 parallel einsetzen”, sagte Andreas Stockmeier, Entwicklungsleiter des Bereichs Internetworking von AVM.
Zur CeBIT in Hannover (3. bis 8. März) will das Berliner Unternehmen erstmals eine Firmware mit IPv6 für sein aktuelles Topmodell Fritzbox Fon WLAN 7270 anbieten. Technisch Interessierte können die Software im Fritz-Labor herunterladen.
Der neue WLAN-Monitor - Die Funkumgebung einfach per Klick analysieren
Donnerstag, Dezember 11th, 2008AVM wartet im Bereich WLAN mit einer einzigartigen Innovation auf: Erstmals ist auf dem in die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 integrierten WLAN-Monitor zu sehen, wie viel Bandbreite der eingestellte Kanal belegt. Ein einfacher Klick genügt in Zukunft, um eine detaillierte Analyse der Funkumgebung zu erhalten. Doch damit nicht genug: Dieses exklusive Feature ermöglicht es auch, potenzielle Störfelder von benachbarten WLAN-Netzwerken zu lokalisieren.
Einfach vom 2,4- auf das 5-GHz-Band wechseln
Besonders im stark frequentierten 2,4-GHz-Band kommt es häufig zu Beeinflussungen durch benachbarte Funknetzwerke. Der WLAN-Monitor visualisiert die Problemfelder und Sie können schnell Gegenmaßnahmen in die Wege leiten, z.B. einfach den Kanal wechseln. Als Nutzer der neuen FRITZ!Box-Modelle 7270 und 3270 mit dem neuen WLAN N-Standard können Sie auch auf das noch wenig genutzte 5-GHz-Band zugreifen. “Nachbarschaftskonflikte” lassen sich auf diesem Wege schnell ausräumen – und Sie können am Monitor verfolgen, wie sich Ihre WLAN-Performance spürbar verbessert.
Mit FRITZ! Labor bereits jetzt die Vorteile des WLAN-Monitors genießen
Diese Informationen über die verschiedenen Funkkanäle waren für Anwender bislang völlig unzugänglich. WLAN-Probleme werden somit erstmals – und ausschließlich bei AVM – sichtbar und erklärbar. Zunächst befindet sich der WLAN-Monitor noch in der Testphase und ist daher noch nicht in einer offiziellen Firmware verfügbar. Besitzer der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 haben jedoch Grund zur Freude: Mit einem Labor-Update können Sie bereits jetzt die Vorteile eines störungsfreien Funknetzes genießen. Mehr Informationen dazu finden Sie im FRITZ! Labor.
Ebenfalls neu im FRITZ! Labor: Dank WPS (Wi-Fi Protected Setup) können Sie sich jetzt ganz bequem per Tastendruck mit einem Netzwerk mit WPS-Unterstützung verbinden. Einfach 6 Sekunden lang die WLAN-Taste auf der Geräteoberseite Ihrer FRITZ!Box drücken – schon können Sie sich nach kurzer Bestätigung mit einem beliebigen WPS-fähigen PC oder Notebook kabellos im Internet bewegen. Zusätzlich ist das Netzwerk automatisch mit dem modernen Verschlüsselungsverfahren WPA gesichert. Und dies alles ohne komplizierte Passworteingabe oder zeitraubende Konfiguration.
Fritz!Box Fon WLAN 7270 Testbericht
Dienstag, Dezember 9th, 2008
Lange hat das neue Flaggschiff unter den AVM-Multifunktions-Routern auf sich warten lassen. Jetzt ist die Fritz!Box Fon WLAN 7270 da. Lohnt sich das Upgrade vom jetzigen Topmodell?
Neue Flaggschiffe haben es nicht leicht. Sollen sie doch das Aushängeschild der Produktflotte sein, was gleichzeitig bedingt, dass sie deutlich besser sind als der Vorgänger. Wenn der schon Spitzenklasse war, wird der Newcomer natürlich umso kritischer beäugt - erst recht, wenn der Hersteller den deutschen Markt so klar dominiert wie AVM den der VoIP-TK-Anlagen. Ein enormer Druck also, der auf den Entwicklern der Berliner TK- und IT-Schmiede lastet, die mit der Fritz!Box Fon WLAN 7270 den erfolgreichen Vorgänger 7170 toppen wollen. Aber was ist das für ein Gerät, dem connect einen Drei-Seiten-Test widmet? Ein Alleskönner, der jeden nur denkbaren Bedarf eines DSL-Kunden befriedigen soll. Doch der Reihe nach: Zunächst ist die 7270 ein Modem für DSL-Anschlüsse. Ebenfalls eingebaut ist ein Router, der die Einwahl ins Internet vollautomatisch übernimmt. An der Rückseite befinden sich vier 10/100- Mbit/s-Netzwerkanschlüsse, die jeweils einen PC mit dem Internet verbinden können. Wer lieber auf dem Sofa surfen will, kann sein Notebook per WLAN-Funk ins Netz bringen. Auch telefonieren kann das Cleverle und lässt dabei dem Kunden freie Wahl, denn die Box versteht sich mit digitalen ISDN-Anschlüssen ebenso wie mit dem analogen Amt. Auch über Ihre Endgeräte brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen: Zwei analoge Geräte wie Telefone oder Faxe lassen sich seitlich in die Box stöpseln, auch ISDN-Geräte kann man weiter nutzen. Wollen Sie ein Schnurlostelefon betreiben, können Sie sogar die Basisstation ausrangieren, denn die Fritz!Box Fon WLAN 7270 hat eine DECT-Basis intus. Sämtliche Modelle der Fritz!Box-Fon-Reihe beherrschen obendrein Internet-Telefonie, was bares Geld spart, denn Gespräche – egal ob im In- oder Ausland - kosten entweder gar nichts oder sind oft günstiger als via Festnetz. Wer will, kann aber auch weiterhin übers gewohnte Netz plaudern. Natürlich empfängt die Box auch Gespräche auf Ihrer bisherigen Festnetznummer. Welche Gerätschaften Sie wie anschließen können, sehen sie in der Abbildung oben rechts.
Neuerungen der Fritz!Box Fon WLAN 7270
Was bietet das neue Flaggschiff aber nun mehr als sein Vorgänger 7170? Neben der neu integrierten DECT-Basis mit dem Sprachverbesserer CAT-iq wurde das WLAN-Funkmodul aufgerüstet, das nach dem 802.11-Draft-N-Standard arbeitet und die Daten mit theoretisch bis zu 300 Mbit/s durch die Luft schickt. Außerdem hat die 7270 nun eine USB-2.0-Schnittstelle verbaut, mit der man externe USB-Geräte wie Speichersticks, Festplatte, Scanner oder Drucker allen Teilnehmern im Netzwerk zu Verfügung stellen kann; das Vorgängermodell begnügte sich noch mit der deutlich langsameren 1.1-Variante, was vor allem beim Einsatz von externen Festplatten ein Flaschenhals war. Ebenfalls neu: Die analogen Nebenstellen werden nun direkt in eine der beiden Buchsen an der Seite gesteckt, bei der 7170 kam ein externer Adapter zum Einsatz, der dafür aber drei Geräte mit der Box verband.
DSL-Basis und schnelles WLAN inklusive
So weit die Ausstattungsmerkmale und offensichtlichen Neuerungen. Doch wie funktioniert nun das Gerät, das seit Mitte November auch von Internetprovider 1&1 als Fritz!Box Fon WLAN surf & phone N vertrieben wird? Basisaufgabe ist die Kontaktaufnahme mit dem DSL-Anschluss. Hier verdaut das eingebaute Modem wie das der anderen Fritz!Boxen auch ADSL und ADSL2+. Das noch schnellere VDSL kann der Kunde entgegen den AVM-Ankündigungen von der letzten CeBIT derzeit nicht nutzen. Zwar beherrscht der neu eingesetzte UR8-Chip von Infineon theoretisch Very-Highspeed-DSL, aber nicht in der Konfiguration, wie sie T-Home als derzeitiger VDSL-Monopolist anbietet. Auch gibt es bei VDSL deutlich mehr auf Protokollebene zu regeln, die genauen Spezifikationen sind aber anders als bei ADSL mit der UR2-Schnittstelle bislang nicht offengelegt.
Neue Hardware sorgte anfangs für Probleme
Weit schlimmer fürs einst makellose Image des Marktführers: Besitzer der ersten ausgelieferten Geräte klagten über häufige Abbrüche der DSL-Verbindung. Das Problem hat AVM zwar inzwischen durch Firmware-Updates weitgehend im Griff. Trotzdem fragt man sich, wie es zu solchen Rückschritten kommt, schließlich verrichten doch die anderen Fritz!Boxen, allen voran die 7170, klaglos ihren Dienst. Das liegt daran, dass AVM auf eine komplett neue Hardwareplattform gesetzt hat: anderer Prozessor, anderes Modem, andere DSP-Datenpumpe, mehr Speicher, schnelleres Bus-System. Nun gilt es beispielsweise, das Modem mit allen in Deutschland eingesetzten DSLAMs in den Vermittlungsstellen und mit den unterschiedlichen Firmware-Ständen bei allen Internetprovidern abzugleichen – quasi eine Wiederauflage des Phänomens, das auch bei der 7170 zu beobachten war: Auch hier gab es mit den Firmware-Updates oft neue DSL-Treiber, die die Verbindungsstabilität ständig verbesserten. Bei den WLAN-Verbindungen gibt’s ebenfalls Verbesserungspotenzial, wobei die neue Box dank dem Standard 802.11 Draft N bereits jetzt - zumindest mit einer passenden Notebook-WLAN-Karte von Chiphersteller Atheros – deutlich schneller ist als alle Vorgänger. Die Performance erkauft man sich aber mit einem höheren Stromverbrauch. Lag der bei abgeschaltetem WLAN in der zum Testzeitpunkt aktuellen Firmware 54.04.48 bei rund 6,3 Watt, schnellt der Wert bei eingeschaltetem WLAN wegen den bei Draft N obligatorischen drei Funkmodulen auf 8,4 Watt. Weiteres Manko derzeit: Mit oder ohne WLAN wird die Box auf der Unterseite überdurchschnittlich warm. Bleibt zu hoffen, dass AVM auch dies per Firmware-Update in den Griff bekommt. Nach wie vor perfekt: Wer WLAN nicht braucht, kann die Funkmodule mit einem Druck auf die WLAN-Taste an der Vorderseite abschalten und so Stromverbrauch und Strahlungsbelastung senken. Das klappt auch vollautomatisch per Zeitsteuerung oder bequem per Telefon: Durch die Wahl eines Zahlencodes lässt sich WLAN auch vom Sofa ein- oder ausschalten. Ebenfalls top: Die Boxen 7170 und 7270 können durch eine Menüeinstellung die Sendeleistung automatisch drosseln und auf Wunsch selbstständig den besten Funkkanal suchen, der am wenigsten von den Funknetzen der Nachbarn belastet ist.
Telefonie übers Festnetz und via Internet
Neben DSL ist Telefonie der Brot-und-Butter-Job der Fritz!Box. Dank der eingebauten DECT-Basis kann man theoretisch die vom Schnurlostelefon einmotten und Strom sowie Platz sparen. Hier muss aber vor zu viel Euphorie gewarnt werden. Zwar ist bei DECT durch den GAP-Standard geregelt, dass Mobilteile und Basisstationen unterschiedlicher Hersteller miteinander harmonieren, das bezieht sich aber leider fast nur aufs nackte Telefonieren; so auch derzeit bei der 7270. Meldet man ein Mobilteil an der Basis an, fährt das DECT-Funkmodul hoch – das ist praktisch, denn wer DECT nicht nutzt, bekommt auch keine Funkstrahlung ab. Dann macht sich aber gegenwärtig noch Ernüchterung breit. Bucht man beispielsweise ein SL560 oder ein S675 von Markführer Siemens ein, kann man zwar Gespräche führen, das war’s dann aber fast schon. Anrufe in Abwesenheit - normalerweise durch Blinken einer Taste auf dem Mobilteil signalisiert und am Display mit Datum, Uhrzeit und Rufnummer des Anrufers sichtbar – bleiben derzeit ungemeldet. Wer wissen will, wer angerufen hat, muss den Rechner hochfahren und in der Anruferliste der Box nachschauen. Ebenfalls noch nichts zu sehen und zu hören ist vom DECT-Nachfolger und Sprachverbesserer CAT-iq. Das klingt jetzt dramatisch, wird sich aber bessern. Denn AVM hat auf einen DECT-Chip gesetzt, der den Berlinern maximale Programmierfreiheiten lässt. Und so werden sich die Funktionen nach und nach deutlich verbessern. Grenzen gibt es natürlich immer da, wo Hersteller von Mobilteilen sich nicht in die Karten schauen lassen, wie sie was umgesetzt haben. CAT-iq wird jedenfalls demnächst per Firmware-Update implementiert - wenn das Standardisierungsgremium den Standard bis in alle Details verabschiedet hat. Trotzdem: Bis zum Erscheinen weiterer Firmeware-Updates ist DECT nur mit Komforteinbußen direkt über die Box zu nutzen. Besser klappt die DECT-Integration beim von AVM vertriebenen Mobilteil MT-C. Hier ist Tonwahl möglich, die Anrufliste der Box lässt sich übertragen und die Uhrzeit wird ins Mobilteil übernommen. Für Fremd-DECTs gilt bis auf Weiteres: Verbinden Sie Ihre Basis per Kabel mit der Box und Sie haben maximalen Komfort.
Viel Telefonkomfort
Den verspricht auch der eingebaute Anrufbeantworter - und hält Wort. So lassen sich mehrere Sprachboxen für unterschiedliche Rufnummern anlegen. Sollte Ihnen der Platz auf der Box nicht ausreichen, können Sie per USB und Speicherstick dem Rufsammler mehr Gedächtnis spendieren. Besonders praktisch: Neue Nachrichten kann man sich auch als Sounddatei in einer Mail zuschicken lassen. Bei den restlichen Telefonfunktionen gibt’s AVM-bekannten Komfort: Anrufe lassen sich weiterleiten, Sie können bei eingehenden Anrufen gleichzeitig das Telefon im Büro und zu Hause klingeln lassen und per Wahlregeln definieren, welche Nummernkreise über Festnetz, Internet-Telefonie oder gar nicht angewählt werden sollen.
Gute Wahl für Netzwerker
Deutlich verbessert zeigt sich der USB-Anschluss. Zwar liegt die gemessene Transferrate derzeit noch bei nur 13 Mbit/s, das ist aber ein deutlicher Fortschritt zum Vorgänger. Besonders praktisch: Schließen Sie etwa einen Scanner an die Box an, können den alle mit der Box verbundenen PCs per Kabel oder WLAN-Funk so nutzen, als wäre er direkt am Rechner angedockt. So lassen sich auch externe Festplatten einbinden, auf denen beispielsweise die Musik der WG gespeichert ist. Über Internet-FTP kann man sogar von überall auf der Welt auf seine externe Platte zu Hause zugreifen.
Fazit
Mit der 7270 oder einem ihrer baugleichen Brüder machen Sie nichts falsch. Wer auf eine DECT-Basis, superschnelles WLAN und USB 2.0 verzichten kann, findet in der 7170 eine preiswerte Alternative. Bereits jetzt kann die neue 7270 - wenn man von noch fehlendem WDS absieht - deutlich mehr als der Vorgänger; die Bestenlistenspitze ist also redlich verdient. Bei einigen Funktionen - vor allem bei DECT - bedarf es zwar noch der Nacharbeit. Dennoch wird AVM mit der 7270 seine Marktführerschaft weiter ausbauen, steht doch mit dieser Box eine mächtige Hardwareplattform zur Verfügung. Der Rest ist Firmware, und in diesem Bereich haben die Berliner ihren Geräten per Update regelmäßig viel mehr Funktionen eingehaucht, als ursprünglich zur Markteinführung verkündet. Das wird auch bei der 7270 nicht anders sein.
AMD zeigt Phenom II mit über 5 GHz und Stickstoffkühlung
Samstag, November 22nd, 2008Erste Vorführung des neuen Desktopprozessors in den USA
US-Berichten zufolge hat AMD seine erste 45-Nanometer-CPU für Desktoprechner erstmals vor Journalisten im Betrieb gezeigt. Der Nachfolger der bisherigen Phenoms mit 65-Nanometer-Strukturen soll mit flüssigem Stickstoff bis zu 5 GHz erreichen, aber auch mit Luftkühlung ein hohes Übertaktungspotenzial bewiesen haben.
AMD hat den für Anfang 2009 erwarteten Phenom II mit dem Kern “Deneb” bei einer Veranstaltung in seiner Niederlassung im texanischen Austin vorgeführt. Das berichten HotHardware und Legit Reviews. Dabei waren mehrere Systeme aufgebaut, die von Luft- über Wasserkühlung bis zu flüssigem Stickstoff alles boten, was kommerziell und bei experimentellen Übertaktern eingesetzt wird.
Schon mit Luftkühlung soll der Phenom II dabei “rund 4 GHz” erreicht haben, schreibt HotHardware. Mit Wasserkühlung sollen es über 4 GHz gewesen sein, mit einem Kompressorsystem von Vapochill über 4,4 GHz. Und mit dem nur bei ständiger Zufuhr von flüssigem Stickstoff funktionierendem Experimentalsystem weit über 5 GHz - die exakten Frequenzen gibt der Bericht nur für das Vapochill-Setup an.
Bestätigt ist damit aber noch nicht, welche Taktfrequenzen AMD gleich zum Marktstart des Phenom II ab Werk anbietet. Die auf demselben Die basierenden Opterons mit Shanghai-Kern verkauft AMD bisher nur mit bis zu 2,7 GHz bei einer TDP von 105 Watt. Die für den Phenom II vorgesehene Plattform “Dragon” mit AMD-Chipsatz aus der Serie 700 und Radeon-4000-Grafikkarte verträgt jedoch auch bis zu 140 Watt TDP. Dies erreicht bisher nur der Phenom X4 9950. Bei allen Mainboards mit dem neuen Chipsatz 790GX hat AMD eigenen Angaben zufolge dafür gesorgt, dass die 140-Watt-CPUs auch stabil laufen. Mit einem solchen System mit Phenom X4 9950 ergaben sich auch bei unserem Test des Core i7 bei Luftkühlung keinerlei Stabilitätsprobleme.
Inoffiziellen Angaben der chinesischen Webseite IT186 zufolge soll der Phenom II bereits zum Marktstart am 8. Januar 2009, dem Beginn der Messe CES, als “Phenom II X4 940 Black Edition” mit 3 GHz erscheinen. Dabei soll er nur 125 TDP erfordern. Andere Modelle sind der Roadmap zufolge mit 2,8 und 2,6 GHz geplant, mit verkleinerten Caches auch als Quad-Core mit 2,5 GHz und als Triple-Core (Phenom II X3) mit 2,6 GHz. Diese sollen jedoch erst im Februar 2008 geliefert werden. Am 8. Januar 2009 soll AMD nur die Modelle 940 und 920 mit 3,0 und 2,8 GHz vorstellen - die gleiche Modellnummer wie beim kleinsten und mittleren Core i7 ist höchstwahrscheinlich kein Zufall. Fraglich bleibt, ob AMD bei 20 bis 30 Prozent mehr Rechenleistung - so die Angaben für die 45-nm-Opterons - bei gleichem Takt wirklich an den Core i7 herankommt.
In Austin bestätigte AMD darüber hinaus, dass die ersten Phenom II in den Sockel AM2+ passen werden, also noch mit DDR2-Speicher arbeiten. Erst die für den Februar 2009 geplanten Modelle sollen für den Sockel AM3 gedacht sein, dessen Mainboards DDR3 unterstützen, aber auch mit DDR2 funktionieren. Hier kündigt sich eine neue Vielfalt an Mainboards an. Auch für Intels Quad-Cores der Serie Q9000 gibt es noch zahlreiche Boards, die nicht auf den teuren DDR3-Speicher angewiesen sind.
Ob AMD die Berichterstattung von seiner Vorstellung des Phenom II ohne Sperrfristen erlaubt hat, ist nicht bekannt. In Europa finden ähnliche Veranstaltungen erst in der kommenden Woche statt.