Archive for the ‘Internet’ Category

Praxis-Test: Internet Explorer 8 (IE8 - Browser)

Freitag, März 20th, 2009

Microsofts IE8: Schneller, bequemer und besser?

Microsoft greift den Firefox an: Zweieinhalb Jahre nach Version 7 soll der Internet Explorer 8 den Browser-Thron zurück erobern. CHIP Online hat getestet, wie gefährlich der IE8 für den Firefox wirklich ist.

Im Kampf um den besten Browser will Microsoft endlich wieder mitmischen. Der neue Internet Explorer 8 soll den Abwärtstrend des Microsoft-Browsers von fast 80 Prozent Marktanteil im Juli 2007 auf 67,5 Prozent im Februar 2009 stoppen (Zahlen: Net Applications).

Dazu verpassen die Entwickler dem Browser eine umfangreiche Liste neuer Komfortfunktionen, zahlreiche Sicherheitsfeatures und stellen zudem hohe Anforderungen an seine Leistung. CHIP Online hat getestet, ob die Software die Konkurrenz abhängen kann.

Komfortabler: Weniger Klicks im Web

“Das Web zu Ihren Diensten”. Der Microsoft-Slogan fasst zusammen, warum Anwender sich für den neuen Internet Explorer begeistern sollen.

IE8 Schnellinfo: Mit einem Klick zum CHIP Online Preisvergleich. Dank WebSlices und Schnellinfos behalten Sie wichtige Informationen ständig im Blick, ohne die aktuelle Webseite verlassen zu müssen. Mit wenigen Mausklicks blenden Sie passendes Kartenmaterial zu einer markierten Adresse ein, vergleichen Preise von Produkten oder bedienen Ihr Webmail-Konto. Außerdem übernimmt Microsoft die von anderen Browsern bekannte intelligente Adresszeile. Die dient jetzt auch beim IE8 als Universalsuchmaschine und liefert Treffer von installierten Suchanbietern, aus Verlauf und Favoriten und sogar von abonnierten RSS-Feeds. Auch CHIP Online bietet zum Start des IE8 ein extra Download-WebSlice an: Damit behalten Sie stets den Überblick über alle Download-Neuzugänge bei CHIP Online.

Tab-Reiter: Überblick mit Farben

Auch das Konzept der Tab-Reiter erfindet Microsoft neu. Tabs verwalten Sie ab sofort in Gruppen. Farbige Markierungen zeigen dabei, welche Tabs thematisch zusammen gehören. Die Inhalte eines Tab-Reiters erhalten zudem ihren eigenen Prozess. Das soll den Absturz des kompletten Browsers verhindern, falls eine einzelne Seite nicht reagiert. Außerdem soll der IE8 in eine Seite eingegebene Inhalte zusammen mit dem abgestürzten Tab wieder herstellen und so etwa Teile einer bereits getippten E-Mail retten.
 
Visual Search: Schöner finden

Die neue Suchleiste kooperiert schon jetzt mit den wichtigsten Diensten und blättert per Mausklick durch Suchtreffer von Live Search, Google, Wikipedia oder Ebay. Als Bonus präsentiert die Ergebnisliste nicht nur nackten Text, sondern stellt vorhandene Bilder dar, durchforstet den Suchverlauf oder die aktuell angezeigte Webseite. Die Kompatibilitätsansicht kümmert sich anhand einer von Microsoft gepflegten Liste zudem automatisch darum, dass für ältere Internet Explorer angepasste Seiten auch im Standard konformen IE8 korrekt dargestellt werden.

Security: Mehr Sicherheit für alle

Trotz sinkender Marktanteile bleibt der Internet Explorer mit seiner weiten Verbreitung ein Hauptziel für Angreifer. Umso wichtiger sind die Bemühungen Microsofts, den neuen Browser sicherer zu machen.

Ein besonders populäres Sicherheits-Features ist der InPrivate-Modus: Beim InPrivate-Browsing landen temporäre Daten, wie Cookies, Verlauf und Formularfeld-Daten im Nirvana und werden gelöscht, sobald Sie das Browserfenster schließen. InPrivate-Blocking soll verhindern, dass Ihre Surfgewohnheiten an Trackingseiten Dritter weitergeleitet werden.

Schutz vor Phishing und Malware

Microsofts aufpolierter Phishing-Schutz, der SmartScreen Filter, warnt jetzt mit deutlicheren Hinweisen vor üblen Webseiten. Außerdem soll er sich um Malware kümmern und bislang nicht als gefährlich gemeldete Webseiten mit Hilfe von Heuristiken entlarven. Ein Cross-Site-Scripting-Filter will Surfer vor entführten Browsersitzungen, Cookie- und Passwort-Klau schützen. Sogar mit einem Clickjacking-Schutz wartet der IE8 auf, der das Einschleusen gefälschter Buttons auf einer Webseite verhindern soll. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Original-Webseite zuvor von den Betreibern präpariert wurde.

Schlechtere Chancen für Angreifer

Die im IE8 standardmäßig aktivierte Datenausführungsverhinderung (DEP) soll zusammen mit Vistas Adress Space Layout Randomization (ASLR) verhindern, dass Angreifer durch Ausnutzung eines Speicherüberlaufs Schadcode ausführen können. Individuelle Rechtevergabe bei ActiveX-Steuerlementen soll ein weiteres Einfallstor schließen. Schließlich soll das Domain-Highlighting dafür sorgen, dass Anwender echte von gefälschten Webseiten leichter unterscheiden können.

Im Testlabor: Der schnellste Browser der Welt?

Die Geschwindigkeit, mit der ein Browser Webseiten verarbeitet, ist für die meisten Anwender ebenso entscheidend wie Komfort und Sicherheit.

In einem Real-Life-Szenario haben die Redmonder ihren neuen Browser gegen die Konkurrenten Firefox und Chrome antreten lassen. Bei 25 populären internationalen Webseiten hat der neue IE die Nase vorn - zumindest im Microsoft-Test.

IE8 im CHIP Online Test

In unseren Tests schneidet der Internet Explorer 8 nicht so hervorragend ab. Im neuen Futuremark Browsertest Peacekeeper landet der Microsoft-Browser auf dem letzten Platz, hinter Safari, Chrome, Opera und dem Firefox. Ähnlich fällt das Ergebnis beim Browsertest i-Bench 5 aus. Bei der Darstellung von HTML- und XML-Inhalten verliert der IE gegen die Konkurrenz. Nur die JavaScript-Enginge erreicht eine bessere Leistung als der aktuelle Firefox 3.0.7. Allerdings nur in diesem Test. Für den JavaScript-Benchmark Sunspider benötigt der IE8 am längsten im Test. Hinzu kommt, dass Microsofts Browser auch bei kommenden WebStandards Nachholbedarf hat. Im Acid-3-Test erreicht der Internet Explorer gerade 20 Punkte; alle anderen Kandidaten liegen jenseits der 70 Punkte Marke, Safari 4.0 erreicht sogar volle 100 Punkte.

Quelle: Chip.de
 

AVM implementiert erstmals IPv6 in Fritzbox

Donnerstag, Februar 19th, 2009

Durch 6to4-Tunnelung soll das neue Internetprotokoll künftig am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein. Eine erste Test-Firmware mit IPv6-Unterstützung für die Fritzbox Fon WLAN 7270 erscheint zur CeBIT.

AVM hat das neue Internetprotokoll IPv6 in seine Fritzbox integriert. In Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung des Internetanbieters Freenet sind die AVM-Router jetzt erstmals mit IPv6 am Provideranschluss im Einsatz.

Künftig werde IPv6 auch am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein, teilte das Unternehmen mit. Dafür verwendet AVM die sogenannte 6to4-Tunnellösung zur Umsetzung von IPv6 über IPv4-Adressen nach RFC 3056.

Bei IPv6 gibt es im Gegensatz zu IPv4 genug Adressen, so dass jeder Rechner und jedes Endgerät eine eigene öffentliche IP-Adresse bekommen kann. IPv6 besitzt eine hohe Kompatibilität zu vielen Anwendungen, da sie in der Regel nur mit einer höheren Protokollebene, beispielsweise TCP oder UDP, kommunizieren. Diese Protokolle ändern sich nicht, wenn man IPv6 statt IPv4 verwendet. Zudem unterstützen die drei wichtigsten Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows das neue Protokoll.

Die Adressierbarkeit jedes Endgeräts ermöglicht neue Dienste. Da IPv6 ohne NAT auskommt, sollen bestehende Services wie VoIP, P2P oder Videokonferenzen einfacher werden. Im Netzwerk (LAN und WLAN) sowie im Internet lassen sich IPv6 und IPv4 parallel betreiben.

“Unser Ziel ist die frühzeitige technische Verfügbarkeit der Fritzbox mit IPv6 für eine einheitliche, kompatible und sichere Implementierung im Zugangsnetzwerk. Für den nahtlosen Übergang werden unsere IADs IPv6 und IPv4 parallel einsetzen”, sagte Andreas Stockmeier, Entwicklungsleiter des Bereichs Internetworking von AVM.

Zur CeBIT in Hannover (3. bis 8. März) will das Berliner Unternehmen erstmals eine Firmware mit IPv6 für sein aktuelles Topmodell Fritzbox Fon WLAN 7270 anbieten. Technisch Interessierte können die Software im Fritz-Labor herunterladen.

Der neue WLAN-Monitor - Die Funkumgebung einfach per Klick analysieren

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

AVM wartet im Bereich WLAN mit einer einzigartigen Innovation auf: Erstmals ist auf dem in die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 integrierten WLAN-Monitor zu sehen, wie viel Bandbreite der eingestellte Kanal belegt. Ein einfacher Klick genügt in Zukunft, um eine detaillierte Analyse der Funkumgebung zu erhalten. Doch damit nicht genug: Dieses exklusive Feature ermöglicht es auch, potenzielle Störfelder von benachbarten WLAN-Netzwerken zu lokalisieren.

Einfach vom 2,4- auf das 5-GHz-Band wechseln

Besonders im stark frequentierten 2,4-GHz-Band kommt es häufig zu Beeinflussungen durch benachbarte Funknetzwerke. Der WLAN-Monitor visualisiert die Problemfelder und Sie können schnell Gegenmaßnahmen in die Wege leiten, z.B. einfach den Kanal wechseln. Als Nutzer der neuen FRITZ!Box-Modelle 7270 und 3270 mit dem neuen WLAN N-Standard können Sie auch auf das noch wenig genutzte 5-GHz-Band zugreifen. “Nachbarschaftskonflikte” lassen sich auf diesem Wege schnell ausräumen – und Sie können am Monitor verfolgen, wie sich Ihre WLAN-Performance spürbar verbessert.

Mit FRITZ! Labor bereits jetzt die Vorteile des WLAN-Monitors genießen

Diese Informationen über die verschiedenen Funkkanäle waren für Anwender bislang völlig unzugänglich. WLAN-Probleme werden somit erstmals – und ausschließlich bei AVM – sichtbar und erklärbar. Zunächst befindet sich der WLAN-Monitor noch in der Testphase und ist daher noch nicht in einer offiziellen Firmware verfügbar. Besitzer der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 haben jedoch Grund zur Freude: Mit einem Labor-Update können Sie bereits jetzt die Vorteile eines störungsfreien Funknetzes genießen. Mehr Informationen dazu finden Sie im FRITZ! Labor.

Ebenfalls neu im FRITZ! Labor: Dank WPS (Wi-Fi Protected Setup) können Sie sich jetzt ganz bequem per Tastendruck mit einem Netzwerk mit WPS-Unterstützung verbinden. Einfach 6 Sekunden lang die WLAN-Taste auf der Geräteoberseite Ihrer FRITZ!Box drücken – schon können Sie sich nach kurzer Bestätigung mit einem beliebigen WPS-fähigen PC oder Notebook kabellos im Internet bewegen. Zusätzlich ist das Netzwerk automatisch mit dem modernen Verschlüsselungsverfahren WPA gesichert. Und dies alles ohne komplizierte Passworteingabe oder zeitraubende Konfiguration.

Fritz!Box Fon WLAN 7270 Testbericht

Dienstag, Dezember 9th, 2008

Lange hat das neue Flaggschiff unter den AVM-Multifunktions-Routern auf sich warten lassen. Jetzt ist die Fritz!Box Fon WLAN 7270 da. Lohnt sich das Upgrade vom jetzigen Topmodell?

Neue Flaggschiffe haben es nicht leicht. Sollen sie doch das Aushängeschild der Produktflotte sein, was gleichzeitig bedingt, dass sie deutlich besser sind als der Vorgänger. Wenn der schon Spitzenklasse war, wird der Newcomer natürlich umso kritischer beäugt - erst recht, wenn der Hersteller den deutschen Markt so klar dominiert wie AVM den der VoIP-TK-Anlagen. Ein enormer Druck also, der auf den Entwicklern der Berliner TK- und IT-Schmiede lastet, die mit der Fritz!Box Fon WLAN 7270 den erfolgreichen Vorgänger 7170 toppen wollen. Aber was ist das für ein Gerät, dem connect einen Drei-Seiten-Test widmet? Ein Alleskönner, der jeden nur denkbaren Bedarf eines DSL-Kunden befriedigen soll. Doch der Reihe nach: Zunächst ist die 7270 ein Modem für DSL-Anschlüsse. Ebenfalls eingebaut ist ein Router, der die Einwahl ins Internet vollautomatisch übernimmt. An der Rückseite befinden sich vier 10/100- Mbit/s-Netzwerkanschlüsse, die jeweils einen PC mit dem Internet verbinden können. Wer lieber auf dem Sofa surfen will, kann sein Notebook per WLAN-Funk ins Netz bringen. Auch telefonieren kann das Cleverle und lässt dabei dem Kunden freie Wahl, denn die Box versteht sich mit digitalen ISDN-Anschlüssen ebenso wie mit dem analogen Amt. Auch über Ihre Endgeräte brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen: Zwei analoge Geräte wie Telefone oder Faxe lassen sich seitlich in die Box stöpseln, auch ISDN-Geräte kann man weiter nutzen. Wollen Sie ein Schnurlostelefon betreiben, können Sie sogar die Basisstation ausrangieren, denn die Fritz!­Box Fon WLAN 7270 hat eine DECT-Basis intus. Sämtliche Modelle der Fritz!Box-Fon-Reihe beherrschen obendrein Internet-Telefonie, was  bares Geld spart, denn Gespräche – egal ob im In- oder Ausland - kosten entweder gar nichts oder sind oft günstiger als via Festnetz. Wer will, kann aber auch weiterhin übers gewohnte Netz plaudern. Natürlich empfängt die Box auch Gespräche auf Ihrer bisherigen Festnetznummer. Welche Gerätschaften Sie wie anschließen können, sehen sie in der Abbildung oben rechts.

Neuerungen der Fritz!Box Fon WLAN 7270

Was bietet das neue Flaggschiff aber nun mehr als sein Vorgänger 7170? Neben der neu integrierten DECT-Basis mit dem Sprachverbesserer CAT-iq wurde das WLAN-Funkmodul aufgerüstet, das nach dem 802.11-Draft-N-Standard ar­beitet und die Daten mit theoretisch bis zu ­300 Mbit/s durch die Luft schickt. Außerdem hat die 7270 nun eine USB-2.0-Schnittstelle verbaut, mit der man externe USB-Geräte wie Speichersticks, Festplatte, Scanner oder Drucker allen Teilnehmern im Netzwerk zu Verfügung stellen kann; das Vorgängermodell begnügte sich noch mit der deutlich langsameren 1.1-Variante, was vor allem beim Einsatz von externen Festplatten ein  Flaschenhals war. Ebenfalls neu: Die analogen Nebenstellen werden nun direkt in eine der beiden Buchsen an der Seite gesteckt, bei der 7170 kam ein externer Adapter zum Einsatz, der dafür  aber drei Geräte mit der Box verband.

DSL-Basis und schnelles WLAN inklusive

So weit die Ausstattungsmerkmale und offensichtlichen Neuerungen. Doch wie funktioniert nun das Gerät, das seit Mitte November auch von Internetprovider 1&1 als Fritz!Box Fon WLAN surf & phone N vertrieben wird? Basisaufgabe ist die Kontaktaufnahme mit dem DSL-Anschluss. Hier verdaut das eingebaute Modem wie das der anderen Fritz!Boxen auch ADSL und ADSL2+. Das noch schnellere VDSL kann der Kunde entgegen den AVM-Ankündigungen von der letzten CeBIT derzeit nicht nutzen. Zwar beherrscht der neu eingesetzte UR8-Chip von Infineon theoretisch Very-Highspeed-DSL, aber nicht in der Konfiguration, wie sie T-Home als derzeitiger VDSL-Monopolist anbietet. Auch gibt es bei VDSL deutlich mehr auf Protokoll­ebene zu regeln, die genauen Spezifikationen sind aber anders als bei ADSL mit der UR2-Schnittstelle bislang nicht offengelegt.

Neue Hardware sorgte anfangs für Probleme

Weit schlimmer fürs einst makellose Image des Marktführers: Besitzer der ersten ausgelieferten Geräte klagten über häufige Abbrüche der DSL-Verbindung. Das Problem hat AVM zwar inzwischen durch Firmware-Updates weitgehend im Griff. Trotzdem fragt man sich, wie es zu solchen Rückschritten kommt, schließlich verrichten doch die anderen Fritz!Boxen, allen voran die 7170, klaglos ihren Dienst. Das liegt daran, dass AVM auf eine komplett neue Hardwareplattform gesetzt hat: anderer Prozessor, anderes Modem, andere DSP-Datenpumpe, mehr Speicher, schnelleres Bus-System. Nun gilt es beispielsweise, das Modem mit allen in Deutschland eingesetzten DSLAMs in den Vermittlungsstellen und mit den unterschiedlichen Firmware-Ständen bei allen Internetprovidern abzugleichen – quasi eine Wiederauflage des Phänomens, das auch bei der 7170 zu beobachten war: Auch hier gab es mit den Firmware-Updates oft neue DSL-Treiber, die die Verbindungsstabilität ständig verbesserten. Bei den WLAN-Verbindungen gibt’s ebenfalls Verbesserungspotenzial, wobei die neue Box dank dem Standard 802.11 Draft N bereits jetzt - zumindest mit einer passenden Notebook-WLAN-Karte von Chiphersteller Atheros – deutlich schneller ist als alle Vorgänger. Die Performance erkauft man sich aber mit einem höheren Stromverbrauch. Lag der bei abgeschal­tetem WLAN in der zum Testzeitpunkt aktuellen Firmware 54.04.48 bei rund 6,3 Watt, schnellt der Wert bei eingeschaltetem WLAN wegen den bei Draft N obligatorischen drei Funkmodulen auf 8,4 Watt. Weiteres Manko derzeit: Mit oder ohne WLAN wird die Box auf der Unterseite überdurchschnittlich warm. Bleibt zu hoffen, dass AVM auch dies per Firmware-Update in den Griff bekommt. Nach wie vor perfekt: Wer WLAN nicht braucht, kann die Funkmodule mit einem Druck auf die WLAN-Taste an der Vorderseite abschalten und so Stromverbrauch und Strahlungs­­belastung senken. Das klappt auch vollautomatisch per Zeitsteuerung oder bequem per Telefon: Durch die Wahl eines Zahlencodes lässt sich WLAN auch vom Sofa ein- oder ausschalten. Ebenfalls top: Die Boxen 7170 und 7270 können durch eine Menüeinstellung die Sende­leistung automatisch drosseln und auf Wunsch selbstständig den besten Funk­kanal suchen, der am wenigsten von den Funknetzen der Nachbarn belastet ist.

Telefonie übers Festnetz und via Internet

Neben DSL ist Telefonie der Brot-und-Butter-Job der Fritz!Box. Dank der eingebauten DECT-Basis kann man theoretisch die vom Schnurlostelefon einmotten und Strom sowie Platz sparen. Hier muss aber vor zu viel Euphorie gewarnt werden. Zwar ist bei DECT durch den GAP-Standard geregelt, dass Mobilteile und Basisstationen unterschiedlicher Hersteller miteinander harmonieren, das bezieht sich aber leider fast nur aufs nackte Telefonieren; so auch derzeit bei der 7270. Meldet man ein Mobilteil an der Basis an, fährt das DECT-Funkmodul hoch – das ist praktisch, denn wer DECT nicht nutzt, bekommt auch keine Funkstrahlung ab. Dann macht sich aber gegenwärtig noch Ernüchterung breit. Bucht man beispielsweise ein SL560 oder ein S675 von Markführer Siemens ein, kann man zwar Gespräche führen, das war’s dann aber fast schon. Anrufe in Abwesenheit - normalerweise durch Blinken einer Taste auf dem Mobilteil signalisiert und am Display mit Datum, Uhrzeit und Rufnummer des Anrufers sichtbar – bleiben derzeit ungemeldet. Wer wissen will, wer angerufen hat, muss den Rechner hochfahren und in der Anruferliste der Box nachschauen. Ebenfalls noch nichts zu sehen und zu hören ist vom DECT-Nachfolger und Sprachverbesserer CAT-iq. Das klingt jetzt dramatisch, wird sich aber bessern. Denn AVM hat auf einen DECT-Chip gesetzt, der den Berlinern maximale Programmier­freiheiten lässt. Und so werden sich die Funktionen nach und nach deutlich verbessern. Grenzen gibt es natürlich immer da, wo Hersteller von Mobilteilen sich nicht in die Karten schauen lassen, wie sie was umgesetzt haben. CAT-iq wird jedenfalls demnächst per Firmware-Update implementiert - wenn das Standardisierungsgremium den Standard bis in alle Details verabschiedet hat. Trotzdem: Bis zum Erscheinen weiterer Firmeware-Updates ist DECT nur mit Komforteinbußen direkt über die Box zu nutzen. Besser klappt die DECT-Integration beim von AVM vertriebenen Mobilteil MT-C. Hier ist Tonwahl möglich, die Anrufliste der Box lässt sich übertragen und die Uhrzeit wird ins Mobilteil übernommen. Für Fremd-DECTs gilt bis auf Weiteres: Verbinden Sie Ihre Basis per Kabel mit der Box und Sie haben maximalen Komfort.

Viel Telefonkomfort

Den verspricht auch der eingebaute Anrufbeantworter - und hält Wort. So lassen sich mehrere Sprachboxen für unterschied­liche Rufnummern anlegen. Sollte Ihnen der Platz auf der Box nicht ausreichen, können Sie per USB und Speicherstick dem Rufsammler mehr Gedächtnis spendieren. Besonders praktisch: Neue Nachrichten kann man sich auch als Sounddatei in einer Mail zuschicken lassen. Bei den restlichen Telefonfunk­tionen gibt’s AVM-bekannten Komfort: Anrufe lassen sich weiterleiten, Sie können bei eingehenden Anrufen gleichzeitig das Telefon im Büro und zu Hause klingeln lassen und per Wahlregeln definieren, welche Nummernkreise über Festnetz, Internet-Telefonie oder gar nicht angewählt werden sollen.

Gute Wahl für Netzwerker

Deutlich verbessert zeigt sich der USB-Anschluss. Zwar liegt die gemessene Transferrate derzeit noch bei nur 13 Mbit/s, das ist aber ein deutlicher Fortschritt zum Vorgänger. Besonders praktisch: Schließen Sie etwa  einen Scanner an die Box an, können den alle mit der Box verbundenen PCs per Kabel oder WLAN-Funk so nutzen, als wäre er direkt am Rechner angedockt. So lassen sich auch externe Festplatten einbinden, auf denen beispielsweise die Musik der WG gespeichert ist. Über Internet-FTP kann man sogar von überall auf der Welt auf seine externe Platte zu Hause zugreifen.

Fazit

Mit der 7270 oder einem ihrer baugleichen Brüder machen Sie nichts falsch. Wer auf eine DECT-Basis, superschnelles WLAN und USB 2.0 verzichten kann, findet in der 7170 eine preiswerte Alternative. Bereits jetzt kann die neue 7270 - wenn man von noch fehlendem WDS absieht - deutlich mehr als der Vorgänger; die Bestenlistenspitze ist also redlich verdient. Bei einigen Funktionen - vor allem bei DECT - bedarf es zwar noch der Nacharbeit. Dennoch wird  AVM mit der 7270 seine Marktführerschaft weiter ausbauen, steht doch mit dieser Box eine mächtige Hardwareplattform zur Verfügung. Der Rest ist Firmware, und in diesem ­Bereich haben die Berliner ihren Geräten per Update regelmäßig viel mehr Funktionen eingehaucht, als ursprünglich zur Markteinführung verkündet. Das wird auch bei der 7270 nicht anders sein.

So schützen Sie sich vor der E-Mail-Spam

Donnerstag, November 27th, 2008

Jeden Tag das Gleiche: Das E-Mail-Postfach quillt über vor lästigem Reklamemüll. Mittlerweile sind fast drei Viertel aller E-Mails Spam, schätzen Experten. Woher die nervigen Mails kommen, welchen Schaden sie anrichten und wie Sie Ihren PC davor schützen, lesen Sie hier.

Ethernet per Fernsehkabel im ganzen Haus

Mittwoch, November 26th, 2008

Adapter speist Ethernet-Signale in Koax-Kabel ein

Über ein Adapterpaar von Allnet lassen sich Ethernet-Signale über Fernsehkabel übertragen. Damit lässt sich eine bestehende Verkabelung eines Mietshauses für das Teilen eines Internetanschlusses verwenden. Das Gerät soll eine Bruttoübertragungsrate von 200 Megabit pro Sekunde erreichen.
Für 99 Euro empfohlenen Verkaufspreis bietet Allnet seinen “CoaxNet” genannten Adapter an, der bereits im Fachhandel verfügbar sein soll. Das Gerät hört auch auf die Modellnummer “ALL168207″. Gegenüber früheren Modellen mit ähnlichem Ansatz will der Hersteller die Übertragungsrate auf 200 MBit/s brutto gesteigert haben. Das Gerät basiert auf dem Intellon-Chipsatz 6400 und arbeitet mit einer Powerline-Adaptern vergleichbaren Technik. Bei solchen Übertragungen durch bereits anderweitig genutzte Kupferkabel kann man als Faustregel von einer maximalen Nettodatenrate von der Hälfte der angegebenen Bruttokapazität ausgehen, was im Falle des CoaxNet noch Fast-Ethernet entsprechen würde.

Allnet betont auch, dass die tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten von der Qualität der Fernsehverkabelung abhängen. Maximal über 800 Meter soll die Übertragung unter optimalen Bedingungen klappen. Je weiter die Entfernung zwischen der Einspeisung des Ethernet-Signals zum Empfänger ist, umso geringer wird die Geschwindigkeit.

Der CoaxNet ist dabei nicht nur für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung gedacht, obwohl mindestens zwei der Geräte gebraucht werden. Wenn beispielsweise ein Router die Ethernet-Signale ins TV-Kabel schickt, können mehrere andere CoaxNet-Adapter im selben Kabelnetz sie empfangen und auch wieder an den Router Daten senden. Hinter dem empfangenden Adapter darf auch wieder ein Switch hängen. Das Fernsehkabel arbeitet dabei wie ein sternförmiges Backbone.

Laut Allnet sollen auch HDTV-Signale, wie sie beispielsweise über eine Satellitenverteilanlage übertragen werden können, durch die Ethernet-Einspeisung nicht gestört werden. Die Datenverbindungen werden mit einem 128 Bit langen AES-Schlüssel kodiert. Das Gerät soll ab sofort im Fachhandel erhältlich sein.

Falsche Warnung vor “Einladung”

Freitag, November 21st, 2008

Deutsche Internetnutzer erreicht dieser Tage ein Warnung vor eMails mit dem Betreff “Einladung”. Diese sollen den gefährlichsten Virus enthalten, den CNN je angekündigt habe. Tatsächlich handelt es sich bei der Nachricht um eine Falschmeldung.

Virus zerstört die Festplatte

Die falschen Warnungen kommen von wohlmeinenden Bekannten, die sie unreflektiert weiterleiten. Im Text der Falschmeldung heißt es, es handele sich um “ein Virus, das eine Olympia-Fackel öffnet, die die gesamte PC-Festplatte zerstört.” Wer eine solche Mail erhalte, solle seinen PC sofort ausschalten. Es sei, so heißt es weiter, “das gefährlichste Virus, das je durch CNN angekündigt wurde.” Es sei “gerade gestern Nachmittag durch Mc Afee entdeckt” und “von Microsoft als das zerstörerischste, das es je gegeben hat, eingestuft” worden. Es gebe auch noch keine Möglichkeit diese Virusart zu eliminieren. Sie zerstöre einfach den “Sektor Zero” der Festplatte.

Virenwarnungen kommen nicht als Kettenbrief

Fakt ist jedoch, dass richtige Virenwarnungen nie als Kettenbriefe mit einer Aufforderung zum Weiterleiten heraus gegeben werden. Der “Einladungs”-Hoax ist eine Variante des altbekannten Hoax “A Virtual Card for You” und geistert schon seit einiger Zeit mit dem englischen Titel “Invitation” durchs Internet. Hoaxes werden nicht nur per Mail verbreitet- Sie kursieren auch in den Netzen diverser Instant Messenger wie ICQ und MSN. Selbst im internen Messenger-Dienst von “Second Life” sind bereits solche Falschmeldungen aufgetaucht, ebenso in Online-Communities wie StudiVZ. Es besteht somit keine Gefahr durch einen vermeintlichen Virus. Anwender, die eine solche Nachricht bekommen, sollten die Nachricht löschen und sich nicht an der Weiterverbreitung der Falschmeldung beteiligen.

Mehr Reichweite durch bessere Platzierung

Dienstag, November 18th, 2008

Um die WLAN-Reichweite zu verbessern, reicht oft schon das Umstellen des Routers, oder Sie nutzen für USB-WLAN-Sticks ein Verlängerungskabel.

Manchmal reichen schon Kleinigkeiten, um die WLAN-Reichweite zu verbessern. So können Stahlschränke oder PC-Gehäuse, dicke Betonmauern oder Fußbodenheizungen die WLAN-Signale drastisch ausbremsen. Oft genügt es, den Standort des WLAN-Routers oder der WLAN-Karte nur um eine Handbreite zu verändern, und der WLAN-Empfang in der Wohnung ist deutlich verbessert.

Verschieben Sie den WLAN-Router an eine andere Stelle im Raum. Meiden Sie Positionen unmittelbar neben Metallgegenständen, Lautsprechern oder Schnurlostelefonen. Befestigen Sie den Router hoch an der Wand.
Testen Sie, ob leichtes Drehen der Antennen den Empfang verbessert. Die Antenne sendet nicht in Richtung der Antennenspitze, sondern im 90 Grad-Winkel.

Tipp
Stecken Sie einen USB-WLAN-Stick nicht direkt ans PC-Gehäuse. Mit einem langen USB-Verlängerungskabel erreichen Sie meist eine Position mit besserem Empfang.

Cookies

Dienstag, November 4th, 2008

Ein HTTP-Cookie, auch Browser-Cookie genannt ( engl., „Plätzchen“, „Keks“), bezeichnet Informationen, die ein Webserver zu einem Browser sendet oder die clientseitig durch JavaScript erzeugt werden. Der Client sendet die Informationen in der Regel bei späteren Zugriffen an den selben Webserver im Hypertext-Transfer-Protocol-Header an den Server. Cookies sind clientseitig persistente/gespeicherte Daten.

HTTP-Cookies sind eine spezielle Form der allgemeinen Magic Cookies. Sie ermöglichen das clientseitige Speichern von Information, die auch vom Server stammen können und die bei weiteren Aufrufen für den Benutzer transparent an den Server übertragen werden. Dadurch erleichtern Cookies die Benutzung von Webseiten, die auf Benutzereinstellungen reagieren oder den Aufbau von Sitzungen. Dieses Konzept wurde ursprünglich von Netscape entwickelt und in RFC 2109 spezifiziert.

Funktionsweise

Cookies werden in den Kopfzeilen (Header) von Anfragen und -Antworten via HTTP übertragen. Das HTTP ist per Definition ein zustandsloses Protokoll, daher ist für den Webserver jeder Zugriff völlig unabhängig von allen anderen. Eine Webanwendung, die sich über einen längeren Zeitraum hinzieht, muss mit Zusätzen auf der Anwendungschicht (im Browser) arbeiten, um den Teilnehmer über mehrere Zugriffe hinweg identifizieren zu können. Cookies entstehen, wenn bei einem Zugriff auf einen Webserver neben anderen HTTP-Kopfzeilen in der Antwort zusätzlich eine Cookie-Zeile übertragen wird. Diese Cookie-Informationen werden dann lokal auf dem Endgerät gespeichert, üblicherweise in einer Cookie-Textdatei. Bei nachfolgenden weiteren Zugriffen auf den Webserver wird der eigene Browser alle Cookies in dieser Datei heraussuchen, die zum Webserver und Verzeichnispfad des aktuellen Aufrufs passen, und schickt diese Cookie-Daten im Header des HTTP-Zugriffs mit zurück, womit die Cookies jeweils an jenen Webserver zurückgehen, von dem sie einst stammten. Ein Cookie kann beliebigen Text enthalten, kann also neben einer reinen Identifikation auch beliebige Einstellungen lokal speichern, jedoch sollte seine Länge 4 KiB nicht überschreiten, um mit allen Browsern kompatibel zu bleiben. Die Cookies werden mit jeder übermittelten Datei übertragen, also auch mit Bilddateien oder jedem anderen Dateityp; dieses gilt insbesondere für eingebettete Elemente wie Werbebanner, die von anderen Servern eingebunden werden als dem Ursprung einer angezeigten HTML-Datei. So kann eine einzelne Webseite zu mehreren Cookies führen, die von verschiedenen Servern kommen und an diese jeweils wieder zurückgeschickt werden; mit einer Anfrage des Browsers werden alle den Server betreffenden Cookies gesendet. Cookies werden ausschließlich vom Client verwaltet. Somit entscheidet der Client, ob z. B. ein Cookie gespeichert wird oder die vom Webserver gewünschte eingeschränkte Lebensdauer des Cookies durch Löschung ausgeführt wird.Gängige Browser erlauben dem Nutzer meist einschränkende Einstellungen zum Umgang des Client mit Cookies, z. B.: Keine Cookies annehmen. Nur Cookies des Servers der aufgerufenen Seite annehmen (keine Cookies von Drittservern wie bei Werbebannern). Benutzer bei jedem Cookie fragen. Hier kann dann meist zwischen “erlauben” (bleibt), “für diese Sitzung erlauben” (wird immer angenommen, aber nach dem Schließen des Browsers gelöscht) und “ablehnen” (nicht akzeptieren) gewählt werden, wobei die gewählte Option gespeichert wird. Alle Cookies eines Servers löschen, wenn kein Fenster mehr mit der Adresse dieses Webservers geöffnet ist („Sitzungs-Cookie“). Alle Cookies bei Beendigung des Client löschen. Dazu erlauben einige Browser verwaltende Aktionen wie: Daten im Cookie ansehen. Einzelne oder alle Cookies löschen. Ob ein Cookie angenommen (clientseitig gespeichert) wurde, muss die serverseitige Anwendung in weiteren HTTP-Anfragen erkennen, da vom Client keine Rückmeldung erfolgt. Der Server kann ein Cookie durch Überschreiben mit leeren Daten löschen.

Verwendung

Eine typische Anwendung von Cookies ist das Speichern persönlicher Einstellungen auf Websites, zum Beispiel in Foren. Damit ist es möglich, diese Website zu besuchen, ohne jedes Mal die Einstellungen erneut vornehmen zu müssen. Mit Cookies können auch Sitzungen realisiert werden. Dazu wird in einem Cookie vom Server eine eindeutige Session-ID gespeichert, um genau diesen Client bei weiteren Aufrufe wieder zu erkennen und damit nicht bei jedem Aufruf einer Unterseite das Passwort erneut eingegeben werden muss. Auch Online-Shops können Cookies verwenden, um sitzungslose virtuelle Einkaufskörbe zu ermöglichen. Der Kunde kann damit Artikel in den Einkaufskorb legen und sich weiter auf der Website umschauen, um danach die Artikel zusammen online zu kaufen. Die Artikel-Kennungen werden in einem Cookie gespeichert und erst beim Bestellvorgang serverseitig ausgewertet.

Damit bei Webanwendungen Benutzeraktionen und -eingaben, die für den Server bestimmt sind, bei Abbrüchen der Verbindung zum Server zum Beispiel in Mobilfunknetzen nicht verloren gehen, können Cookies zur Zwischenspeicherung eingesetzt werden. Sie werden dann bei Wiedererrichtung der Verbindung automatisch zum Server geschickt. Die Webanwendung erkennt dabei die Reihenfolge, in der die Cookies erzeugt wurden, und markiert bereits verarbeitete Cookies oder löscht deren Inhalt. Weil bei dieser Verwendung unter Umständen viele Cookies erzeugt werden, die frühestens beim Schließen des Browsers gelöscht werden, der Speicherplatz des Browsers für Cookies aber beschränkt ist, muss die Webanwendung Vorkehrungen gegen einen Cookie-Überlauf treffen.

Gefahren

Die eindeutige Erkennung kann für Zwecke eingesetzt werden, die von vielen Benutzern als missbräuchlich angesehen werden. Cookies werden z. B. dafür verwendet, Benutzerprofile über das Surfverhalten eines Benutzers zu erstellen. Ein Online-Shop kann z. B. diese Daten mit dem Namen des Kunden verknüpfen und zielgruppenorientierte Werbemails schicken. Jedoch kann der Online-Shop nur das Surfverhalten innerhalb seiner eigenen Webseite verfolgen. Server, die nicht identisch mit dem Server der aufgerufenen Webpage sind, können z. B. mit Bilddateien (Werbebanner oder auch Zählpixel) auch so genannte „serverfremde“ Cookies setzen. Diese werden aufgrund ihrer Verwendung auch als „tracking cookies“ bezeichnet (englisch für Verfolgen). Gegebenenfalls kann so der Besuch unterschiedlicher Websites einem Benutzer zugeordnet werden. Es entsteht eine „serverübergreifende“ Sitzung. Daraus kann auf die Interessen des Besuchers geschlossen und Websites entsprechend angepasst („personalisiert“) werden. Im schlimmsten Fall können die Daten z. B. bei der Bestellung in einem Webshop einer konkreten Person zugeordnet werden. Verhindert werden kann dieser Missbrauch durch eine entsprechende Browser-Einstellung, damit nur Cookies des Servers der aufgerufenen Seite angenommen werden.

In Umgebungen, in denen mehrere Nutzer den selben Rechner teilen, etwa in Schulen, besteht gegebenenfalls die Gefahr, dass ein noch gültiger Sitzungs-Cookie vom nächsten Nutzer des Rechners verwendet wird, um diese Sitzung fortzusetzen. Dieses Risiko kann verhindert werden, indem man grundsätzlich alle Cookies vor dem Beenden des Browsers löscht oder eine entsprechende Browser-Einstellung nutzt.

Erlauben oder Sperren?

Ein Kompromiss zwischen den Vor- und Nachteilen von Cookies kann erzielt werden, indem man seinen Browser so konfiguriert, dass persistente Cookies nicht oder nur gegen Rückfrage zugelassen werden, was z. B. die Erstellung von Benutzerprofilen erschwert, und Sitzungs-Cookies automatisch zugelassen werden, z. B. für Webeinkäufe, Passwörter. Außerdem bieten die meisten Browser die Möglichkeit, Cookies selektiv für bestimmte Domänen zu erlauben bzw. zu sperren oder nach dem Surfen automatisch zu löschen, wie es automatisch bei Sitzungs-Cookies geschieht. Auch ist es möglich, serverfremde Cookies automatisch abzuweisen, über die ein Dritter, etwa ein Werbepartner der Internet-Seite, das eigene Verhalten über mehrere Server hinweg aufzeichnen könnte.

Mit modernen Browsern ist es auch möglich, Cookies automatisch beim Schließen des Browsers zu löschen. Damit werden Probleme mit Mehrbenutzersystemen weitgehend vermieden und die Überwachung des Benutzers durch Cookies wird zumindest eingeschränkt.