Archive for the ‘Software’ Category

Opera 10.50 für Windows: Fertige Version ist da

Mittwoch, März 3rd, 2010

Deutlich höhere Geschwindigkeit dank neuer Javascript-Engine

Nachdem Opera von Sonntagfrüh bis Montagabend insgesamt fünf Release Candidates von Opera 10.50 für Windows veröffentlicht hatte, steht nun die finale Version als Download zur Verfügung. Mit einer beschleunigten Rendering Engine und einer optimierten Javascript-Engine will sich Opera 10.50 wieder den Titel schnellster Browser sichern.

Carakan, die neue Javascript-Engine in Opera 10.50, soll im Alltagsbetrieb ungefähr 3,5-mal schneller sein als die bislang verwendete Javascript-Engine Futhark von Opera 10.10. Carakan verwendet eine Bytecode-Execution-Engine, die nicht mehr stack-, sondern registerbasiert mit fester Blockgröße arbeitet und dadurch deutlich schneller sein soll. Da Werte nicht mehr auf und von Stacks kopiert werden müssen, sind weniger Befehle für die Ausführung erforderlich und weniger Daten müssen kopiert werden.

Ferner nutzt Opera Native-Code-Generation, so dass Javascript in nativen Code übersetzt wird, der deutlich schneller ausgeführt werden kann. Der dabei notwendige Register-Allokator arbeitet unabhängig von der verwendeten Prozessorarchitektur. Nativer Code kommt zudem bei der Ausführung regulärer Ausdrücke zum Einsatz, was die Suche nach Mustern beschleunigen soll. Ferner nutzt Carakan eine automatische Objektklassifizierung, bei der ECMAScript-Objekten Klassen zugewiesen werden. Dadurch lassen sich einzelne Objekte kompakter speichern, denn die komplexen Teile werden in der Klasse abgelegt.

Ferner bietet Opera 10.50 mit Vega eine neue Grafikbibliothek, die alles übernimmt, was der Browser auf dem Bildschirm anzeigt. Das soll dem Browser ebenfalls eine höhere Geschwindigkeit bescheren. Prinzipiell umfasst Vega auch eine Hardwareunterstützung, die allerdings auch in der Finalversion der neuen Opera-Version noch nicht aktiviert ist. Wann die Hardwarebeschleunigung mit OpenGL- und Direct3D-Unterstützung folgt, ist nicht bekannt. Opera will mit der Integration warten, bis Webseiten mit entsprechend komplexen Grafiken zur Verfügung stehen.

Die Rendering-Engine Presto 2.5 unterstützt die CSS3-Funktionen Transitions, Transforms, Border-Radius-Property sowie Backgrounds und Borders. Außerdem sind HTML5-Funktionen wie Persistent Storage, Video und Param integriert. Die Videounterstützung erlaubt auch die Wiedergabe, während das Video noch heruntergeladen wird. Von der Konkurrenz übernommen hat Opera einen Privatsurfenmodus und ihn in den Browser integriert. Wird eine Browserinstanz oder ein Browsertab in diesem Modus verwendet, werden weder Cookies noch besuchte Webseiten gespeichert. Die aufgerufenen Webseiten hinterlassen also keine Spuren im Browser.

Zudem wurde die Bedienoberfläche überarbeitet. Alle Menüfunktionen wurden in ein O-Symbol integriert, das für Opera steht. Damit erhält der Nutzer mehr Platz für die Seiteninformationen. Bei Bedarf kann die bisherige Menüleiste aber auch wieder eingeblendet werden. Mit Opera 10.50 arbeiten alle Dialogboxen nonmodal, der Nutzer kann also bei geöffneten Dialogen mit dem Browser weiterarbeiten.

Zudem wurde Opera 10.50 an Windows 7 angepasst und unterstützt die Sprunglisten, Aero Peek sowie die Tabvorschau von Microsofts Betriebssystem. Opera unterstützt seit langem Widgets, aber bislang waren diese an den Browser gekoppelt. Nun können Widgets unabhängig vom Browser verwendet werden. Zudem unterstützt Opera 10.50 Web Storage sowie Web SQL Database.

Zu den kleineren Verbesserungen gehört eine bessere Struktur bei der Autovervollständigung im Adress- und Suchfeld. In beiden Feldern lassen sich unerwünschte Einträge nun bequem entfernen. Überarbeitungen erfuhr auch der Kennwort-Manager sowie die Suchfunktion innerhalb von Webseiten. Gefundene Treffer in Webseiten werden nun deutlicher als bisher hervorgehoben.

Opera 10.50 steht für die Windows-Plattform kostenlos als Download zur Verfügung. Die Versionen für Linux und Mac OS befinden sich noch in der Entwicklung. Wann die fertige Version von Opera 10.50 für diese Plattformen erscheint, hat der Hersteller bislang nicht verraten.

Die große Eile kurz vor der Fertigstellung von Opera 10.50 ist möglicherweise mit der am gestrigen 1. März 2010 in Großbritannien, Belgien und Frankreich gestarteten Browserwahl in Windows zu erklären. Denn Opera 10.50 rüstet einige Funktionen nach, die Nutzer des Internet Explorer 8 schon gewohnt sind. Dazu gehören der Privatsurfenmodus und die Möglichkeit, einzelne Einträge aus dem Adresssfeldverlauf zu entfernen. In Deutschland wird die Browserwahl am 17. März 2010 nachgereicht. Ein Update für Windows soll die Browserwahl dann integrieren und gilt für alle Windows-Nutzer, die den Internet Explorer als Standardbrowser verwenden. Sie erhalten dann einen Hinweis, dass es weitere Browser für Windows gibt und bekommen die Alternativen aufgelistet. Dazu gehört neben Firefox, Safari und Chrome auch Opera.

Zehn Programme machen Probleme mit Service Pack 2 für Vista

Samstag, Mai 2nd, 2009

Mehrere Virenscanner müssen aktualisiert werden

Microsoft hat eine Liste von zehn Programmen veröffentlicht, die mit dem kommenden Service Pack 2 für Windows Vista und Windows Server 2008 Probleme verursachen. Für die meisten Anwendungen haben die Hersteller der Software aber Lösungen geschaffen, darunter auch für den Virenscanner von Avira.

In einem Artikel der Knowledge Base listet Microsoft die Programme auf, die mit dem Service Pack 2 (SP2) für Vista und Server 2008 nicht mehr richtig funktionieren. Bei drei Anwendungen wird ein Start durch das Betriebssystem sogar verhindert, wenn SP2 installiert ist, weil diese Programme sonst zu Instabilitäten führen könnten. Laut Microsoft wurden die Hersteller der Anwendungen darüber bereits informiert, es handelt sich um einen Registry Cleaner von Eusing, Microsofts eigenen Anwendungs-Virtualisierer in Version 4.0 und das Programm Spy Sweeper.

Drei andere Programme laufen nicht mehr unter Vista mit SP2, die Art der Fehler beschreibt Microsoft nicht. Die betroffenen Anwendungen sind Lenovos System Update, Arcsoft TotalMedia in Version 2.1.6.126 und das chinesische Tool ProTrad von Dr.Eye.

Bei vier anderen Programmen gibt es kleinere Reibereien zwischen Windows und den Anwendungen, unter anderem erkennt das Sicherheitscenter den “Trend Micro Internet Security & Virus Buster 2008″ nicht mehr als gültigen Virenscanner. Das Gleiche tritt auch mit dem Scanner AntiVir des deutschen Herstellers Avira auf, wenn noch die Version 8 verwendet wird. AntiVirs automatische Update-Funktion weist jedoch schon seit Wochen darauf hin, dass man zur Version 9 wechseln sollte. Wie bisher gibt es auch von dieser eine für den privaten Einsatz kostenlose Lizenz.

Die beiden anderen Programme, die mit SP2 Probleme verursachen, sind der Spyware Doctor von PC Tools und das Programmierer-Tool “Holodeck Enterprise Edition” in Version 2.8. Im Knowledge-Base-Artikel finden sich Links zu den Seiten der Hersteller der genannten Programme, zum Teil auch mit Hinweisen zu einer Lösung der Probleme.

MSDN-Abonnenten können das bereits fertiggestellte Service Pack 2 schon herunterladen, über Windows Update soll es aber erst im Laufe des zweiten Quartals 2009 verteilt werden.

Sicherheitsleck in PowerPoint entdeckt

Freitag, April 3rd, 2009

Fehler wird bereits von Schadsoftware ausgenutzt

Microsoft berichtet über ein Sicherheitsleck in der Office-Software PowerPoint, das bereits von Schadsoftware ausgenutzt wird. Dadurch können Angreifer beliebigen Programmcode ausführen und so ein fremdes System unter ihre Kontrolle bringen.

Zur Ausnutzung der Sicherheitslücke genügt es, einen Anwender zum Öffnen einer präparierten PowerPoint-Datei zu verleiten. Nach Angaben von Microsoft wird das Sicherheitsleck bereits ausgenutzt, der betreffende Schadcode soll aber noch nicht besonders weit verbreitet sein. Wann ein Patch zur Beseitigung des Fehlers erscheint, ist noch nicht bekannt.

Der Fehler befindet sich in PowerPoint 2000, 2002 sowie 2003 und 2004 für Mac. Andere PowerPoint-Versionen sowie der PowerPoint-Viewer sind davon nicht betroffen.

Datenausführungsverhinderung

Samstag, Februar 21st, 2009

Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot)

für Win XP, Win XP x64, Win Vista, Win Vista x64

Nach der Installation des SP2 für Windows XP erlebt man unter Umständen Überraschungen, wenn Dateien über das Kontextmenü gelöscht werden sollen. Das Kontextmenü öffnet sich nicht, dafür stürzt der Explorer ab. Die Dateien lassen sich nur durch das Verschieben in den Papierkorb entfernen. Ganze Ordner lassen sich jedoch über das Kontextmenü löschen, das Problem betrifft nur Dateien.

Schuld ist die Data Execution Prevention (DEP), die mit SP2 installiert wurde.
Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot), verhindert, dass schädliche Programmcodes ausgeführt werden. Wenn ein Programm versucht, Code, unabhängig davon, ob er bös- oder gutartig ist (Beispiel: DivX), aus einem geschützten Speicherort auszuführen, schließt die Datenausführungsverhinderung das Programm.

In der Systemsteuerung - System - Erweitert - Systemleistung “Einstellung”
- Datenausführungsverhinderung - Datenausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme der gewählten aktivieren können die jeweilige Anwendungen hinzugefügt werden, die nicht unter das Ausführungsverbot fallen sollen.

Unter Windows Vista: Systemsteuerung (klassische Ansicht) - System - Erweiterte Systemeinstellungen - Erweitert - “Leistung” Button “Einstellungen” - Datenausführungsverhinderung.

Es kann auch die Boot.ini editiert werden (gilt nicht für Windows Vista):
Start - Ausführen - Notepad %SYSTEMDRIVE%\Boot.ini - OK
Unter [operating systems] wird der Parameter /NoExecute= durch /Execute ersetzt.
Die Boot.ini-Datei danach wieder abspeichern und den Rechner neu starten.
Oder über Systemsteuerung > System > Registerkarte “Erweitert” > “Starten und Wiederherstellen” > Button “Einstellungen” > Bearbeiten.

Die Boot.ini liegt meistens im Verzeichnis C:\ und ist “schreibgeschützt”. Die Datei liegt normalerweise auf dem Laufwerk, auf dem Windows seine Systemdateien NTLDR etc. abgelegt hat. Das kann auch ein anderer Laufwerksbuchstabe sein. Vorher den Schreibschutz der Boot.Ini-Datei unter Eigenschaften/Allgemein entfernen, nach dem Abspeichern sollte das Häkchen wieder gesetzt werden. Die Boot.ini ist standardmäßig ausgeblendet. In den Ordneroptionen muss deshalb unter Ansicht die Option Geschützte Systemdateien ausblenden deaktiviert werden.

/EXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System deaktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen aktiviert werden. /EXECUTE die Deaktivierung der DEP - (also execute der ANWENDUNGEN).

/NOEXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System aktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen deaktiviert werden. Betrifft nur 32-Bit-Anwendungen. Bei 64-Bit-Anwendungen ist DEP generell eingeschaltet und lässt sich nicht abschalten. /NOEXECUTE die Aktivierung der DEP - (also noexecute der ANWENDUNGEN).

/noexecute=OptIn bewirkt, dass DEP nur Systemdateien überwacht und Anwendungen, die in der OptIn-Liste stehen. Verhindert, dass Windows XP in den “Abgesicherten Modus” startet.

/noexecute=OptOut bewirkt, dass DEP Systemdateien überwacht mit Ausnahme von Anwendungen, die in der OptOut-Liste stehen.
/NOEXECUTE=OptIn und /NOEXECUTE=OptOut sind die beiden Werte, die über die Systemsteuerung einstellbar sind.

/noexecute=AlwaysOn bewirkt, dass DEP systemweit für alle ausführbaren Dateien aktiviert ist. Eine eventuell vorhandene Ausnahmeliste wird ignoriert.

/noexecute=AlwaysOff bewirkt, dass DEP systemweit abgeschaltet ist.
/EXECUTE und /NOEXECUTE=AlwaysOff schalten die DEP bei 32bit-Windows aus, unabhängig davon, ob die CPU es unterstützt oder nicht, wobei hier noch /PAE und /NOPAE bei 64bit-CPUs eine Rolle spielen.
/NOEXECUTE=AlwaysOff scheint die einzige Möglichkeit zu sein, DEP bei 64bit-Windows auf einer 64bit-CPU, die DEP unterstützt, abzuschalten, solange nicht /PAE verwendet wird. /EXECUTE ist hier generell wirkungslos.

Das Ganze gilt für Hardware- und Software-DEP.