Archive for the ‘Technische Informationen’ Category

Sicherheitsupdates von Adobe und Microsoft

Freitag, März 13th, 2009

Adobe hat jetzt die angekündigten Sicherheitsupdates für den Adobe Reader und Acrobat bereitgestellt, während Microsoft am monatlichen Patchday drei Windows-Schwachstellen schließt, eine Excel-Lücke jedoch offen lässt.

Wichtige Sicherheitsupdates für die allermeisten PC-Nutzer stellen jetzt die Software-Hersteller Adobe und Microsoft  bereit.  So gibt es von Adobe seit dem 11. März 2009 eine aktualisierte Version der populären Programme Adobe Reader und Acrobat, die zur Anzeige bzw. Erstellung von PDF-Dokumenten benötigt werden. Mit dem Update wird die seit einigen Wochen bekannte Sicherheitslücke geschlossen, durch die mittels manipulierter PDF-Dateien Schadcode auf den Rechner gelangen kann.

Dieses Update ist zunächst allerdings nur für die Version 9 der Programme verfügbar, Nutzer der älteren Varianten [7 und 8] müssen sich noch bis zum 15. März 2009 gedulden, bis auch hierfür das Update bereitsteht. Bis zum 25. März wird es sogar noch dauern, bis auch Unix-Nutzer den Adobe Reader aktualisieren können. Allen Anwendern der Adobe-Programme wird ein unverzügliches Überspielen der neuen Programmversionen empfohlen, da diese Schwachstelle bereits seit einiger Zeit aktiv ausgenutzt wird.

Microsoft hat im Rahmen des monatlichen Patchdays diesmal gleich drei Schwachstellen im Windows-Kernel geschlossen, die das Unternehmen jedoch nicht als besonders kritisch eingestuft hat. Zwei dieser Schwachstellen betreffen dabei allerdings alle Windows-Versionen, also auch das als besonders sicher geltende Vista.

Daneben wurden einige weitere Fehler, etwa im DNS- und WINS-Server, beseitigt. Die Updates werden bei aktiviertem AutoUpdate von Windows automatisch übertragen. Noch keinen Patch gibt es allerdings für das seit einigen Wochen bekannte Sicherheitsleck in Excel, womit allein durch das Öffnen manipulierter Excel-Tabellen ebenfalls Schadcode auf den Rechner gelangen kann. Angaben dazu, wann mit einem Update für dieses Problem zu rechnen ist, machte Microsoft bislang nicht.

SO FUNKTIONIEREN TROJANER UND CO.

Montag, März 9th, 2009

Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor, einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.

Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computer-Nutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den andere Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.

Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte “Wurzel” und “Bausatz” zusammen: “Root” ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein “Kit” ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, Trojaner, Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.

Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm, das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen Mailprogramms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mail, Chats, AIMs, P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.

Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Webseite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Webseite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, das Browseranfragen zu Webseiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.

Bootnet
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mithilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Webseiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PCs, können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Websites in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen.

Zero-Day-Exploit
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits andem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekannt gewordener Lücken.

Risiko Nr.1: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.

Datenausführungsverhinderung

Samstag, Februar 21st, 2009

Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot)

für Win XP, Win XP x64, Win Vista, Win Vista x64

Nach der Installation des SP2 für Windows XP erlebt man unter Umständen Überraschungen, wenn Dateien über das Kontextmenü gelöscht werden sollen. Das Kontextmenü öffnet sich nicht, dafür stürzt der Explorer ab. Die Dateien lassen sich nur durch das Verschieben in den Papierkorb entfernen. Ganze Ordner lassen sich jedoch über das Kontextmenü löschen, das Problem betrifft nur Dateien.

Schuld ist die Data Execution Prevention (DEP), die mit SP2 installiert wurde.
Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot), verhindert, dass schädliche Programmcodes ausgeführt werden. Wenn ein Programm versucht, Code, unabhängig davon, ob er bös- oder gutartig ist (Beispiel: DivX), aus einem geschützten Speicherort auszuführen, schließt die Datenausführungsverhinderung das Programm.

In der Systemsteuerung - System - Erweitert - Systemleistung “Einstellung”
- Datenausführungsverhinderung - Datenausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme der gewählten aktivieren können die jeweilige Anwendungen hinzugefügt werden, die nicht unter das Ausführungsverbot fallen sollen.

Unter Windows Vista: Systemsteuerung (klassische Ansicht) - System - Erweiterte Systemeinstellungen - Erweitert - “Leistung” Button “Einstellungen” - Datenausführungsverhinderung.

Es kann auch die Boot.ini editiert werden (gilt nicht für Windows Vista):
Start - Ausführen - Notepad %SYSTEMDRIVE%\Boot.ini - OK
Unter [operating systems] wird der Parameter /NoExecute= durch /Execute ersetzt.
Die Boot.ini-Datei danach wieder abspeichern und den Rechner neu starten.
Oder über Systemsteuerung > System > Registerkarte “Erweitert” > “Starten und Wiederherstellen” > Button “Einstellungen” > Bearbeiten.

Die Boot.ini liegt meistens im Verzeichnis C:\ und ist “schreibgeschützt”. Die Datei liegt normalerweise auf dem Laufwerk, auf dem Windows seine Systemdateien NTLDR etc. abgelegt hat. Das kann auch ein anderer Laufwerksbuchstabe sein. Vorher den Schreibschutz der Boot.Ini-Datei unter Eigenschaften/Allgemein entfernen, nach dem Abspeichern sollte das Häkchen wieder gesetzt werden. Die Boot.ini ist standardmäßig ausgeblendet. In den Ordneroptionen muss deshalb unter Ansicht die Option Geschützte Systemdateien ausblenden deaktiviert werden.

/EXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System deaktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen aktiviert werden. /EXECUTE die Deaktivierung der DEP - (also execute der ANWENDUNGEN).

/NOEXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System aktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen deaktiviert werden. Betrifft nur 32-Bit-Anwendungen. Bei 64-Bit-Anwendungen ist DEP generell eingeschaltet und lässt sich nicht abschalten. /NOEXECUTE die Aktivierung der DEP - (also noexecute der ANWENDUNGEN).

/noexecute=OptIn bewirkt, dass DEP nur Systemdateien überwacht und Anwendungen, die in der OptIn-Liste stehen. Verhindert, dass Windows XP in den “Abgesicherten Modus” startet.

/noexecute=OptOut bewirkt, dass DEP Systemdateien überwacht mit Ausnahme von Anwendungen, die in der OptOut-Liste stehen.
/NOEXECUTE=OptIn und /NOEXECUTE=OptOut sind die beiden Werte, die über die Systemsteuerung einstellbar sind.

/noexecute=AlwaysOn bewirkt, dass DEP systemweit für alle ausführbaren Dateien aktiviert ist. Eine eventuell vorhandene Ausnahmeliste wird ignoriert.

/noexecute=AlwaysOff bewirkt, dass DEP systemweit abgeschaltet ist.
/EXECUTE und /NOEXECUTE=AlwaysOff schalten die DEP bei 32bit-Windows aus, unabhängig davon, ob die CPU es unterstützt oder nicht, wobei hier noch /PAE und /NOPAE bei 64bit-CPUs eine Rolle spielen.
/NOEXECUTE=AlwaysOff scheint die einzige Möglichkeit zu sein, DEP bei 64bit-Windows auf einer 64bit-CPU, die DEP unterstützt, abzuschalten, solange nicht /PAE verwendet wird. /EXECUTE ist hier generell wirkungslos.

Das Ganze gilt für Hardware- und Software-DEP.

AVM implementiert erstmals IPv6 in Fritzbox

Donnerstag, Februar 19th, 2009

Durch 6to4-Tunnelung soll das neue Internetprotokoll künftig am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein. Eine erste Test-Firmware mit IPv6-Unterstützung für die Fritzbox Fon WLAN 7270 erscheint zur CeBIT.

AVM hat das neue Internetprotokoll IPv6 in seine Fritzbox integriert. In Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung des Internetanbieters Freenet sind die AVM-Router jetzt erstmals mit IPv6 am Provideranschluss im Einsatz.

Künftig werde IPv6 auch am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein, teilte das Unternehmen mit. Dafür verwendet AVM die sogenannte 6to4-Tunnellösung zur Umsetzung von IPv6 über IPv4-Adressen nach RFC 3056.

Bei IPv6 gibt es im Gegensatz zu IPv4 genug Adressen, so dass jeder Rechner und jedes Endgerät eine eigene öffentliche IP-Adresse bekommen kann. IPv6 besitzt eine hohe Kompatibilität zu vielen Anwendungen, da sie in der Regel nur mit einer höheren Protokollebene, beispielsweise TCP oder UDP, kommunizieren. Diese Protokolle ändern sich nicht, wenn man IPv6 statt IPv4 verwendet. Zudem unterstützen die drei wichtigsten Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows das neue Protokoll.

Die Adressierbarkeit jedes Endgeräts ermöglicht neue Dienste. Da IPv6 ohne NAT auskommt, sollen bestehende Services wie VoIP, P2P oder Videokonferenzen einfacher werden. Im Netzwerk (LAN und WLAN) sowie im Internet lassen sich IPv6 und IPv4 parallel betreiben.

“Unser Ziel ist die frühzeitige technische Verfügbarkeit der Fritzbox mit IPv6 für eine einheitliche, kompatible und sichere Implementierung im Zugangsnetzwerk. Für den nahtlosen Übergang werden unsere IADs IPv6 und IPv4 parallel einsetzen”, sagte Andreas Stockmeier, Entwicklungsleiter des Bereichs Internetworking von AVM.

Zur CeBIT in Hannover (3. bis 8. März) will das Berliner Unternehmen erstmals eine Firmware mit IPv6 für sein aktuelles Topmodell Fritzbox Fon WLAN 7270 anbieten. Technisch Interessierte können die Software im Fritz-Labor herunterladen.

Der neue WLAN-Monitor - Die Funkumgebung einfach per Klick analysieren

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

AVM wartet im Bereich WLAN mit einer einzigartigen Innovation auf: Erstmals ist auf dem in die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 integrierten WLAN-Monitor zu sehen, wie viel Bandbreite der eingestellte Kanal belegt. Ein einfacher Klick genügt in Zukunft, um eine detaillierte Analyse der Funkumgebung zu erhalten. Doch damit nicht genug: Dieses exklusive Feature ermöglicht es auch, potenzielle Störfelder von benachbarten WLAN-Netzwerken zu lokalisieren.

Einfach vom 2,4- auf das 5-GHz-Band wechseln

Besonders im stark frequentierten 2,4-GHz-Band kommt es häufig zu Beeinflussungen durch benachbarte Funknetzwerke. Der WLAN-Monitor visualisiert die Problemfelder und Sie können schnell Gegenmaßnahmen in die Wege leiten, z.B. einfach den Kanal wechseln. Als Nutzer der neuen FRITZ!Box-Modelle 7270 und 3270 mit dem neuen WLAN N-Standard können Sie auch auf das noch wenig genutzte 5-GHz-Band zugreifen. “Nachbarschaftskonflikte” lassen sich auf diesem Wege schnell ausräumen – und Sie können am Monitor verfolgen, wie sich Ihre WLAN-Performance spürbar verbessert.

Mit FRITZ! Labor bereits jetzt die Vorteile des WLAN-Monitors genießen

Diese Informationen über die verschiedenen Funkkanäle waren für Anwender bislang völlig unzugänglich. WLAN-Probleme werden somit erstmals – und ausschließlich bei AVM – sichtbar und erklärbar. Zunächst befindet sich der WLAN-Monitor noch in der Testphase und ist daher noch nicht in einer offiziellen Firmware verfügbar. Besitzer der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 haben jedoch Grund zur Freude: Mit einem Labor-Update können Sie bereits jetzt die Vorteile eines störungsfreien Funknetzes genießen. Mehr Informationen dazu finden Sie im FRITZ! Labor.

Ebenfalls neu im FRITZ! Labor: Dank WPS (Wi-Fi Protected Setup) können Sie sich jetzt ganz bequem per Tastendruck mit einem Netzwerk mit WPS-Unterstützung verbinden. Einfach 6 Sekunden lang die WLAN-Taste auf der Geräteoberseite Ihrer FRITZ!Box drücken – schon können Sie sich nach kurzer Bestätigung mit einem beliebigen WPS-fähigen PC oder Notebook kabellos im Internet bewegen. Zusätzlich ist das Netzwerk automatisch mit dem modernen Verschlüsselungsverfahren WPA gesichert. Und dies alles ohne komplizierte Passworteingabe oder zeitraubende Konfiguration.

So schützen Sie sich vor der E-Mail-Spam

Donnerstag, November 27th, 2008

Jeden Tag das Gleiche: Das E-Mail-Postfach quillt über vor lästigem Reklamemüll. Mittlerweile sind fast drei Viertel aller E-Mails Spam, schätzen Experten. Woher die nervigen Mails kommen, welchen Schaden sie anrichten und wie Sie Ihren PC davor schützen, lesen Sie hier.

Ethernet per Fernsehkabel im ganzen Haus

Mittwoch, November 26th, 2008

Adapter speist Ethernet-Signale in Koax-Kabel ein

Über ein Adapterpaar von Allnet lassen sich Ethernet-Signale über Fernsehkabel übertragen. Damit lässt sich eine bestehende Verkabelung eines Mietshauses für das Teilen eines Internetanschlusses verwenden. Das Gerät soll eine Bruttoübertragungsrate von 200 Megabit pro Sekunde erreichen.
Für 99 Euro empfohlenen Verkaufspreis bietet Allnet seinen “CoaxNet” genannten Adapter an, der bereits im Fachhandel verfügbar sein soll. Das Gerät hört auch auf die Modellnummer “ALL168207″. Gegenüber früheren Modellen mit ähnlichem Ansatz will der Hersteller die Übertragungsrate auf 200 MBit/s brutto gesteigert haben. Das Gerät basiert auf dem Intellon-Chipsatz 6400 und arbeitet mit einer Powerline-Adaptern vergleichbaren Technik. Bei solchen Übertragungen durch bereits anderweitig genutzte Kupferkabel kann man als Faustregel von einer maximalen Nettodatenrate von der Hälfte der angegebenen Bruttokapazität ausgehen, was im Falle des CoaxNet noch Fast-Ethernet entsprechen würde.

Allnet betont auch, dass die tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten von der Qualität der Fernsehverkabelung abhängen. Maximal über 800 Meter soll die Übertragung unter optimalen Bedingungen klappen. Je weiter die Entfernung zwischen der Einspeisung des Ethernet-Signals zum Empfänger ist, umso geringer wird die Geschwindigkeit.

Der CoaxNet ist dabei nicht nur für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung gedacht, obwohl mindestens zwei der Geräte gebraucht werden. Wenn beispielsweise ein Router die Ethernet-Signale ins TV-Kabel schickt, können mehrere andere CoaxNet-Adapter im selben Kabelnetz sie empfangen und auch wieder an den Router Daten senden. Hinter dem empfangenden Adapter darf auch wieder ein Switch hängen. Das Fernsehkabel arbeitet dabei wie ein sternförmiges Backbone.

Laut Allnet sollen auch HDTV-Signale, wie sie beispielsweise über eine Satellitenverteilanlage übertragen werden können, durch die Ethernet-Einspeisung nicht gestört werden. Die Datenverbindungen werden mit einem 128 Bit langen AES-Schlüssel kodiert. Das Gerät soll ab sofort im Fachhandel erhältlich sein.

AMD zeigt Phenom II mit über 5 GHz und Stickstoffkühlung

Samstag, November 22nd, 2008

Erste Vorführung des neuen Desktopprozessors in den USA

US-Berichten zufolge hat AMD seine erste 45-Nanometer-CPU für Desktoprechner erstmals vor Journalisten im Betrieb gezeigt. Der Nachfolger der bisherigen Phenoms mit 65-Nanometer-Strukturen soll mit flüssigem Stickstoff bis zu 5 GHz erreichen, aber auch mit Luftkühlung ein hohes Übertaktungspotenzial bewiesen haben.

AMD hat den für Anfang 2009 erwarteten Phenom II mit dem Kern “Deneb” bei einer Veranstaltung in seiner Niederlassung im texanischen Austin vorgeführt. Das berichten HotHardware und Legit Reviews. Dabei waren mehrere Systeme aufgebaut, die von Luft- über Wasserkühlung bis zu flüssigem Stickstoff alles boten, was kommerziell und bei experimentellen Übertaktern eingesetzt wird.

Schon mit Luftkühlung soll der Phenom II dabei “rund 4 GHz” erreicht haben, schreibt HotHardware. Mit Wasserkühlung sollen es über 4 GHz gewesen sein, mit einem Kompressorsystem von Vapochill über 4,4 GHz. Und mit dem nur bei ständiger Zufuhr von flüssigem Stickstoff funktionierendem Experimentalsystem weit über 5 GHz - die exakten Frequenzen gibt der Bericht nur für das Vapochill-Setup an.

Bestätigt ist damit aber noch nicht, welche Taktfrequenzen AMD gleich zum Marktstart des Phenom II ab Werk anbietet. Die auf demselben Die basierenden Opterons mit Shanghai-Kern verkauft AMD bisher nur mit bis zu 2,7 GHz bei einer TDP von 105 Watt. Die für den Phenom II vorgesehene Plattform “Dragon” mit AMD-Chipsatz aus der Serie 700 und Radeon-4000-Grafikkarte verträgt jedoch auch bis zu 140 Watt TDP. Dies erreicht bisher nur der Phenom X4 9950. Bei allen Mainboards mit dem neuen Chipsatz 790GX hat AMD eigenen Angaben zufolge dafür gesorgt, dass die 140-Watt-CPUs auch stabil laufen. Mit einem solchen System mit Phenom X4 9950 ergaben sich auch bei unserem Test des Core i7 bei Luftkühlung keinerlei Stabilitätsprobleme.

Inoffiziellen Angaben der chinesischen Webseite IT186 zufolge soll der Phenom II bereits zum Marktstart am 8. Januar 2009, dem Beginn der Messe CES, als “Phenom II X4 940 Black Edition” mit 3 GHz erscheinen. Dabei soll er nur 125 TDP erfordern. Andere Modelle sind der Roadmap zufolge mit 2,8 und 2,6 GHz geplant, mit verkleinerten Caches auch als Quad-Core mit 2,5 GHz und als Triple-Core (Phenom II X3) mit 2,6 GHz. Diese sollen jedoch erst im Februar 2008 geliefert werden. Am 8. Januar 2009 soll AMD nur die Modelle 940 und 920 mit 3,0 und 2,8 GHz vorstellen - die gleiche Modellnummer wie beim kleinsten und mittleren Core i7 ist höchstwahrscheinlich kein Zufall. Fraglich bleibt, ob AMD bei 20 bis 30 Prozent mehr Rechenleistung - so die Angaben für die 45-nm-Opterons - bei gleichem Takt wirklich an den Core i7 herankommt.

In Austin bestätigte AMD darüber hinaus, dass die ersten Phenom II in den Sockel AM2+ passen werden, also noch mit DDR2-Speicher arbeiten. Erst die für den Februar 2009 geplanten Modelle sollen für den Sockel AM3 gedacht sein, dessen Mainboards DDR3 unterstützen, aber auch mit DDR2 funktionieren. Hier kündigt sich eine neue Vielfalt an Mainboards an. Auch für Intels Quad-Cores der Serie Q9000 gibt es noch zahlreiche Boards, die nicht auf den teuren DDR3-Speicher angewiesen sind.

Ob AMD die Berichterstattung von seiner Vorstellung des Phenom II ohne Sperrfristen erlaubt hat, ist nicht bekannt. In Europa finden ähnliche Veranstaltungen erst in der kommenden Woche statt.

Wireless USB

Dienstag, November 18th, 2008

Certified Wireless USB (CWUSB) ist eine funkbasierte Erweiterung des Universal-Serial-Bus-Standards und soll die Sicherheit und Geschwindigkeit der kabelgebundenen Übertragung mit der unkomplizierten kabellosen Übertragung kombinieren.

CWUSB ist definiert durch das USB Implementers Forum. Parallel dazu existiert eine Spezifikation zu WUSB von Cypress Semiconductors, die aber nichts mit der offiziell von der USB-Organisation unterstützten Version zu tun hat.

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