Archive for the ‘Testbericht’ Category

Praxis-Test: Internet Explorer 8 (IE8 - Browser)

Freitag, März 20th, 2009

Microsofts IE8: Schneller, bequemer und besser?

Microsoft greift den Firefox an: Zweieinhalb Jahre nach Version 7 soll der Internet Explorer 8 den Browser-Thron zurück erobern. CHIP Online hat getestet, wie gefährlich der IE8 für den Firefox wirklich ist.

Im Kampf um den besten Browser will Microsoft endlich wieder mitmischen. Der neue Internet Explorer 8 soll den Abwärtstrend des Microsoft-Browsers von fast 80 Prozent Marktanteil im Juli 2007 auf 67,5 Prozent im Februar 2009 stoppen (Zahlen: Net Applications).

Dazu verpassen die Entwickler dem Browser eine umfangreiche Liste neuer Komfortfunktionen, zahlreiche Sicherheitsfeatures und stellen zudem hohe Anforderungen an seine Leistung. CHIP Online hat getestet, ob die Software die Konkurrenz abhängen kann.

Komfortabler: Weniger Klicks im Web

“Das Web zu Ihren Diensten”. Der Microsoft-Slogan fasst zusammen, warum Anwender sich für den neuen Internet Explorer begeistern sollen.

IE8 Schnellinfo: Mit einem Klick zum CHIP Online Preisvergleich. Dank WebSlices und Schnellinfos behalten Sie wichtige Informationen ständig im Blick, ohne die aktuelle Webseite verlassen zu müssen. Mit wenigen Mausklicks blenden Sie passendes Kartenmaterial zu einer markierten Adresse ein, vergleichen Preise von Produkten oder bedienen Ihr Webmail-Konto. Außerdem übernimmt Microsoft die von anderen Browsern bekannte intelligente Adresszeile. Die dient jetzt auch beim IE8 als Universalsuchmaschine und liefert Treffer von installierten Suchanbietern, aus Verlauf und Favoriten und sogar von abonnierten RSS-Feeds. Auch CHIP Online bietet zum Start des IE8 ein extra Download-WebSlice an: Damit behalten Sie stets den Überblick über alle Download-Neuzugänge bei CHIP Online.

Tab-Reiter: Überblick mit Farben

Auch das Konzept der Tab-Reiter erfindet Microsoft neu. Tabs verwalten Sie ab sofort in Gruppen. Farbige Markierungen zeigen dabei, welche Tabs thematisch zusammen gehören. Die Inhalte eines Tab-Reiters erhalten zudem ihren eigenen Prozess. Das soll den Absturz des kompletten Browsers verhindern, falls eine einzelne Seite nicht reagiert. Außerdem soll der IE8 in eine Seite eingegebene Inhalte zusammen mit dem abgestürzten Tab wieder herstellen und so etwa Teile einer bereits getippten E-Mail retten.
 
Visual Search: Schöner finden

Die neue Suchleiste kooperiert schon jetzt mit den wichtigsten Diensten und blättert per Mausklick durch Suchtreffer von Live Search, Google, Wikipedia oder Ebay. Als Bonus präsentiert die Ergebnisliste nicht nur nackten Text, sondern stellt vorhandene Bilder dar, durchforstet den Suchverlauf oder die aktuell angezeigte Webseite. Die Kompatibilitätsansicht kümmert sich anhand einer von Microsoft gepflegten Liste zudem automatisch darum, dass für ältere Internet Explorer angepasste Seiten auch im Standard konformen IE8 korrekt dargestellt werden.

Security: Mehr Sicherheit für alle

Trotz sinkender Marktanteile bleibt der Internet Explorer mit seiner weiten Verbreitung ein Hauptziel für Angreifer. Umso wichtiger sind die Bemühungen Microsofts, den neuen Browser sicherer zu machen.

Ein besonders populäres Sicherheits-Features ist der InPrivate-Modus: Beim InPrivate-Browsing landen temporäre Daten, wie Cookies, Verlauf und Formularfeld-Daten im Nirvana und werden gelöscht, sobald Sie das Browserfenster schließen. InPrivate-Blocking soll verhindern, dass Ihre Surfgewohnheiten an Trackingseiten Dritter weitergeleitet werden.

Schutz vor Phishing und Malware

Microsofts aufpolierter Phishing-Schutz, der SmartScreen Filter, warnt jetzt mit deutlicheren Hinweisen vor üblen Webseiten. Außerdem soll er sich um Malware kümmern und bislang nicht als gefährlich gemeldete Webseiten mit Hilfe von Heuristiken entlarven. Ein Cross-Site-Scripting-Filter will Surfer vor entführten Browsersitzungen, Cookie- und Passwort-Klau schützen. Sogar mit einem Clickjacking-Schutz wartet der IE8 auf, der das Einschleusen gefälschter Buttons auf einer Webseite verhindern soll. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Original-Webseite zuvor von den Betreibern präpariert wurde.

Schlechtere Chancen für Angreifer

Die im IE8 standardmäßig aktivierte Datenausführungsverhinderung (DEP) soll zusammen mit Vistas Adress Space Layout Randomization (ASLR) verhindern, dass Angreifer durch Ausnutzung eines Speicherüberlaufs Schadcode ausführen können. Individuelle Rechtevergabe bei ActiveX-Steuerlementen soll ein weiteres Einfallstor schließen. Schließlich soll das Domain-Highlighting dafür sorgen, dass Anwender echte von gefälschten Webseiten leichter unterscheiden können.

Im Testlabor: Der schnellste Browser der Welt?

Die Geschwindigkeit, mit der ein Browser Webseiten verarbeitet, ist für die meisten Anwender ebenso entscheidend wie Komfort und Sicherheit.

In einem Real-Life-Szenario haben die Redmonder ihren neuen Browser gegen die Konkurrenten Firefox und Chrome antreten lassen. Bei 25 populären internationalen Webseiten hat der neue IE die Nase vorn - zumindest im Microsoft-Test.

IE8 im CHIP Online Test

In unseren Tests schneidet der Internet Explorer 8 nicht so hervorragend ab. Im neuen Futuremark Browsertest Peacekeeper landet der Microsoft-Browser auf dem letzten Platz, hinter Safari, Chrome, Opera und dem Firefox. Ähnlich fällt das Ergebnis beim Browsertest i-Bench 5 aus. Bei der Darstellung von HTML- und XML-Inhalten verliert der IE gegen die Konkurrenz. Nur die JavaScript-Enginge erreicht eine bessere Leistung als der aktuelle Firefox 3.0.7. Allerdings nur in diesem Test. Für den JavaScript-Benchmark Sunspider benötigt der IE8 am längsten im Test. Hinzu kommt, dass Microsofts Browser auch bei kommenden WebStandards Nachholbedarf hat. Im Acid-3-Test erreicht der Internet Explorer gerade 20 Punkte; alle anderen Kandidaten liegen jenseits der 70 Punkte Marke, Safari 4.0 erreicht sogar volle 100 Punkte.

Quelle: Chip.de
 

Fritz!Box Fon WLAN 7270 Testbericht

Dienstag, Dezember 9th, 2008

Lange hat das neue Flaggschiff unter den AVM-Multifunktions-Routern auf sich warten lassen. Jetzt ist die Fritz!Box Fon WLAN 7270 da. Lohnt sich das Upgrade vom jetzigen Topmodell?

Neue Flaggschiffe haben es nicht leicht. Sollen sie doch das Aushängeschild der Produktflotte sein, was gleichzeitig bedingt, dass sie deutlich besser sind als der Vorgänger. Wenn der schon Spitzenklasse war, wird der Newcomer natürlich umso kritischer beäugt - erst recht, wenn der Hersteller den deutschen Markt so klar dominiert wie AVM den der VoIP-TK-Anlagen. Ein enormer Druck also, der auf den Entwicklern der Berliner TK- und IT-Schmiede lastet, die mit der Fritz!Box Fon WLAN 7270 den erfolgreichen Vorgänger 7170 toppen wollen. Aber was ist das für ein Gerät, dem connect einen Drei-Seiten-Test widmet? Ein Alleskönner, der jeden nur denkbaren Bedarf eines DSL-Kunden befriedigen soll. Doch der Reihe nach: Zunächst ist die 7270 ein Modem für DSL-Anschlüsse. Ebenfalls eingebaut ist ein Router, der die Einwahl ins Internet vollautomatisch übernimmt. An der Rückseite befinden sich vier 10/100- Mbit/s-Netzwerkanschlüsse, die jeweils einen PC mit dem Internet verbinden können. Wer lieber auf dem Sofa surfen will, kann sein Notebook per WLAN-Funk ins Netz bringen. Auch telefonieren kann das Cleverle und lässt dabei dem Kunden freie Wahl, denn die Box versteht sich mit digitalen ISDN-Anschlüssen ebenso wie mit dem analogen Amt. Auch über Ihre Endgeräte brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen: Zwei analoge Geräte wie Telefone oder Faxe lassen sich seitlich in die Box stöpseln, auch ISDN-Geräte kann man weiter nutzen. Wollen Sie ein Schnurlostelefon betreiben, können Sie sogar die Basisstation ausrangieren, denn die Fritz!­Box Fon WLAN 7270 hat eine DECT-Basis intus. Sämtliche Modelle der Fritz!Box-Fon-Reihe beherrschen obendrein Internet-Telefonie, was  bares Geld spart, denn Gespräche – egal ob im In- oder Ausland - kosten entweder gar nichts oder sind oft günstiger als via Festnetz. Wer will, kann aber auch weiterhin übers gewohnte Netz plaudern. Natürlich empfängt die Box auch Gespräche auf Ihrer bisherigen Festnetznummer. Welche Gerätschaften Sie wie anschließen können, sehen sie in der Abbildung oben rechts.

Neuerungen der Fritz!Box Fon WLAN 7270

Was bietet das neue Flaggschiff aber nun mehr als sein Vorgänger 7170? Neben der neu integrierten DECT-Basis mit dem Sprachverbesserer CAT-iq wurde das WLAN-Funkmodul aufgerüstet, das nach dem 802.11-Draft-N-Standard ar­beitet und die Daten mit theoretisch bis zu ­300 Mbit/s durch die Luft schickt. Außerdem hat die 7270 nun eine USB-2.0-Schnittstelle verbaut, mit der man externe USB-Geräte wie Speichersticks, Festplatte, Scanner oder Drucker allen Teilnehmern im Netzwerk zu Verfügung stellen kann; das Vorgängermodell begnügte sich noch mit der deutlich langsameren 1.1-Variante, was vor allem beim Einsatz von externen Festplatten ein  Flaschenhals war. Ebenfalls neu: Die analogen Nebenstellen werden nun direkt in eine der beiden Buchsen an der Seite gesteckt, bei der 7170 kam ein externer Adapter zum Einsatz, der dafür  aber drei Geräte mit der Box verband.

DSL-Basis und schnelles WLAN inklusive

So weit die Ausstattungsmerkmale und offensichtlichen Neuerungen. Doch wie funktioniert nun das Gerät, das seit Mitte November auch von Internetprovider 1&1 als Fritz!Box Fon WLAN surf & phone N vertrieben wird? Basisaufgabe ist die Kontaktaufnahme mit dem DSL-Anschluss. Hier verdaut das eingebaute Modem wie das der anderen Fritz!Boxen auch ADSL und ADSL2+. Das noch schnellere VDSL kann der Kunde entgegen den AVM-Ankündigungen von der letzten CeBIT derzeit nicht nutzen. Zwar beherrscht der neu eingesetzte UR8-Chip von Infineon theoretisch Very-Highspeed-DSL, aber nicht in der Konfiguration, wie sie T-Home als derzeitiger VDSL-Monopolist anbietet. Auch gibt es bei VDSL deutlich mehr auf Protokoll­ebene zu regeln, die genauen Spezifikationen sind aber anders als bei ADSL mit der UR2-Schnittstelle bislang nicht offengelegt.

Neue Hardware sorgte anfangs für Probleme

Weit schlimmer fürs einst makellose Image des Marktführers: Besitzer der ersten ausgelieferten Geräte klagten über häufige Abbrüche der DSL-Verbindung. Das Problem hat AVM zwar inzwischen durch Firmware-Updates weitgehend im Griff. Trotzdem fragt man sich, wie es zu solchen Rückschritten kommt, schließlich verrichten doch die anderen Fritz!Boxen, allen voran die 7170, klaglos ihren Dienst. Das liegt daran, dass AVM auf eine komplett neue Hardwareplattform gesetzt hat: anderer Prozessor, anderes Modem, andere DSP-Datenpumpe, mehr Speicher, schnelleres Bus-System. Nun gilt es beispielsweise, das Modem mit allen in Deutschland eingesetzten DSLAMs in den Vermittlungsstellen und mit den unterschiedlichen Firmware-Ständen bei allen Internetprovidern abzugleichen – quasi eine Wiederauflage des Phänomens, das auch bei der 7170 zu beobachten war: Auch hier gab es mit den Firmware-Updates oft neue DSL-Treiber, die die Verbindungsstabilität ständig verbesserten. Bei den WLAN-Verbindungen gibt’s ebenfalls Verbesserungspotenzial, wobei die neue Box dank dem Standard 802.11 Draft N bereits jetzt - zumindest mit einer passenden Notebook-WLAN-Karte von Chiphersteller Atheros – deutlich schneller ist als alle Vorgänger. Die Performance erkauft man sich aber mit einem höheren Stromverbrauch. Lag der bei abgeschal­tetem WLAN in der zum Testzeitpunkt aktuellen Firmware 54.04.48 bei rund 6,3 Watt, schnellt der Wert bei eingeschaltetem WLAN wegen den bei Draft N obligatorischen drei Funkmodulen auf 8,4 Watt. Weiteres Manko derzeit: Mit oder ohne WLAN wird die Box auf der Unterseite überdurchschnittlich warm. Bleibt zu hoffen, dass AVM auch dies per Firmware-Update in den Griff bekommt. Nach wie vor perfekt: Wer WLAN nicht braucht, kann die Funkmodule mit einem Druck auf die WLAN-Taste an der Vorderseite abschalten und so Stromverbrauch und Strahlungs­­belastung senken. Das klappt auch vollautomatisch per Zeitsteuerung oder bequem per Telefon: Durch die Wahl eines Zahlencodes lässt sich WLAN auch vom Sofa ein- oder ausschalten. Ebenfalls top: Die Boxen 7170 und 7270 können durch eine Menüeinstellung die Sende­leistung automatisch drosseln und auf Wunsch selbstständig den besten Funk­kanal suchen, der am wenigsten von den Funknetzen der Nachbarn belastet ist.

Telefonie übers Festnetz und via Internet

Neben DSL ist Telefonie der Brot-und-Butter-Job der Fritz!Box. Dank der eingebauten DECT-Basis kann man theoretisch die vom Schnurlostelefon einmotten und Strom sowie Platz sparen. Hier muss aber vor zu viel Euphorie gewarnt werden. Zwar ist bei DECT durch den GAP-Standard geregelt, dass Mobilteile und Basisstationen unterschiedlicher Hersteller miteinander harmonieren, das bezieht sich aber leider fast nur aufs nackte Telefonieren; so auch derzeit bei der 7270. Meldet man ein Mobilteil an der Basis an, fährt das DECT-Funkmodul hoch – das ist praktisch, denn wer DECT nicht nutzt, bekommt auch keine Funkstrahlung ab. Dann macht sich aber gegenwärtig noch Ernüchterung breit. Bucht man beispielsweise ein SL560 oder ein S675 von Markführer Siemens ein, kann man zwar Gespräche führen, das war’s dann aber fast schon. Anrufe in Abwesenheit - normalerweise durch Blinken einer Taste auf dem Mobilteil signalisiert und am Display mit Datum, Uhrzeit und Rufnummer des Anrufers sichtbar – bleiben derzeit ungemeldet. Wer wissen will, wer angerufen hat, muss den Rechner hochfahren und in der Anruferliste der Box nachschauen. Ebenfalls noch nichts zu sehen und zu hören ist vom DECT-Nachfolger und Sprachverbesserer CAT-iq. Das klingt jetzt dramatisch, wird sich aber bessern. Denn AVM hat auf einen DECT-Chip gesetzt, der den Berlinern maximale Programmier­freiheiten lässt. Und so werden sich die Funktionen nach und nach deutlich verbessern. Grenzen gibt es natürlich immer da, wo Hersteller von Mobilteilen sich nicht in die Karten schauen lassen, wie sie was umgesetzt haben. CAT-iq wird jedenfalls demnächst per Firmware-Update implementiert - wenn das Standardisierungsgremium den Standard bis in alle Details verabschiedet hat. Trotzdem: Bis zum Erscheinen weiterer Firmeware-Updates ist DECT nur mit Komforteinbußen direkt über die Box zu nutzen. Besser klappt die DECT-Integration beim von AVM vertriebenen Mobilteil MT-C. Hier ist Tonwahl möglich, die Anrufliste der Box lässt sich übertragen und die Uhrzeit wird ins Mobilteil übernommen. Für Fremd-DECTs gilt bis auf Weiteres: Verbinden Sie Ihre Basis per Kabel mit der Box und Sie haben maximalen Komfort.

Viel Telefonkomfort

Den verspricht auch der eingebaute Anrufbeantworter - und hält Wort. So lassen sich mehrere Sprachboxen für unterschied­liche Rufnummern anlegen. Sollte Ihnen der Platz auf der Box nicht ausreichen, können Sie per USB und Speicherstick dem Rufsammler mehr Gedächtnis spendieren. Besonders praktisch: Neue Nachrichten kann man sich auch als Sounddatei in einer Mail zuschicken lassen. Bei den restlichen Telefonfunk­tionen gibt’s AVM-bekannten Komfort: Anrufe lassen sich weiterleiten, Sie können bei eingehenden Anrufen gleichzeitig das Telefon im Büro und zu Hause klingeln lassen und per Wahlregeln definieren, welche Nummernkreise über Festnetz, Internet-Telefonie oder gar nicht angewählt werden sollen.

Gute Wahl für Netzwerker

Deutlich verbessert zeigt sich der USB-Anschluss. Zwar liegt die gemessene Transferrate derzeit noch bei nur 13 Mbit/s, das ist aber ein deutlicher Fortschritt zum Vorgänger. Besonders praktisch: Schließen Sie etwa  einen Scanner an die Box an, können den alle mit der Box verbundenen PCs per Kabel oder WLAN-Funk so nutzen, als wäre er direkt am Rechner angedockt. So lassen sich auch externe Festplatten einbinden, auf denen beispielsweise die Musik der WG gespeichert ist. Über Internet-FTP kann man sogar von überall auf der Welt auf seine externe Platte zu Hause zugreifen.

Fazit

Mit der 7270 oder einem ihrer baugleichen Brüder machen Sie nichts falsch. Wer auf eine DECT-Basis, superschnelles WLAN und USB 2.0 verzichten kann, findet in der 7170 eine preiswerte Alternative. Bereits jetzt kann die neue 7270 - wenn man von noch fehlendem WDS absieht - deutlich mehr als der Vorgänger; die Bestenlistenspitze ist also redlich verdient. Bei einigen Funktionen - vor allem bei DECT - bedarf es zwar noch der Nacharbeit. Dennoch wird  AVM mit der 7270 seine Marktführerschaft weiter ausbauen, steht doch mit dieser Box eine mächtige Hardwareplattform zur Verfügung. Der Rest ist Firmware, und in diesem ­Bereich haben die Berliner ihren Geräten per Update regelmäßig viel mehr Funktionen eingehaucht, als ursprünglich zur Markteinführung verkündet. Das wird auch bei der 7270 nicht anders sein.

Test: Canon Pixma iP4600

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

Der Canon Pixma iP4600 folgt dem weit verbreiteten iP4500 nach. Die Neuerungen: kleineres Gehäuse, neue Tinten und weiter entwickelter Druckkopf. Lesen Sie, wie sich die Neuerungen im Test ausgewirkt haben.

Besonderheit: Der Canon Pixma iP4600 ist der Nachfolger des iP4500. Allerdings hat sich das Innenleben des Tintenstrahldruckers geändert: Sowohl die Tinten als auch der Druckkopf sind weiterentwickelt. Im Gegensatz zum iP4500 haben sich die neuen Kartuschen verkleinert. Auch die Reihenfolge, wie die Farbpatronen im Druckkopf stecken, wurde geändert.

Qualität: Die vom Hersteller versprochene Steigerung der Druckqualität konnten wir im Test nachvollziehen. Allerdings lag sie in Nuancen. So fielen insbesondere Linien in Grafiken und die Buchstabenränder im Textmodus einen Tick feiner als beim Vorgänger aus. Farben und Übergänge blieben auf dem schon bekannt hohen Niveau. Allerdings empfanden wir die Hauttöne als etwas zu rot.

Tempo: Das Mehr an Qualität ging zu Lasten der Geschwindigkeit. Wiederum gibt’s nicht die großen Unterschiede. So war unser zehnseitiger Grauert-Brief nach 1:18 Minuten fertig, während der iP4500 denselben Druckjob bereits nach 56 Sekunden erledigt hatte. Klarer wird der zeitliche Mehraufwand, nimmt man ein längeres Farbdokument wie unseren Zehnseiter aus Acrobat: Hierfür stoppten wir beim iP4500 noch 8:57 Minuten. Beim iP4600 fiel dagegen erst nach 11:47 Minuten die letzte Seite ins Ausgabefach. Tröstlich: Im Fotomodus ähneln sich die Tempowerte der beiden Tintendrucker stark. So druckte der iP4600 unser A4-Foto in 1:56 Minuten. Beim iP4500 hatte dafür seinerzeit nur eine Sekunde länger benötigt.

Ausstattung: Hier vertraut Canon weiterhin auf zwei Papierzuführungen, CD-Druck-Funktion und eine integrierte Duplex-Einheit - üppig. Vorne am Gerät findet sich ein Pictbridge-Anschluss für den Druck direkt von der Digitalkamera.

Verbrauch: In den kleineren Kartuschen befindet sich auch weniger Tinte. Wir errechneten für die farbige Seite 7,1 Cent und für das schwarzweiße Blatt 3,4 Cent. Der iP4500 unterbietet diese Werte mit 5,6 Cent für die Farbseite und 3 Cent für das Graustufenblatt. Dafür hat Canon den Energieverbrauch weiter gesenkt: Unser Messgerät zeigte gerade einmal 0,8 Watt im Ruhemodus an - das ist wenig. Ausgeschaltet ging der Tintenstrahldrucker auf optimale 0 Watt.

Fazit: Weiterhin ein empfehlenswerter Drucker mit guter Ausstattung. Der Qualtitätsgewinn geht allerdings teilweise zu Lasten der Geschwindigkeit.

Alternative: Der große Leistungssprung ist ausgeblieben. Sie können jetzt ein Schnäppchen machen, wenn Sie zum Vorgänger Canon Pixma iP4500 greifen. Dieser Drucker hat zwar ein etwas größeres Gehäuse, bietet aber eine ähnliche Ausstattung. Vor allen Dingen können Sie dank der vorhandenen Tinten von Drittanbietern die Verbrauchskosten signifikant senken.