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Sicherheit an Hotspots – worauf Sie achten sollten

Mittwoch, Oktober 21st, 2009

Mit diesem Bericht erfahren Sie, wie Sie das Internet sicher an Hotspots nutzen können.Inhalt dieses Berichts:

  • Einführung
  • Einfacher Zugang – wenig Schutz
  • Kriminelle Methoden und Motive
  • Sicherheit – so können Sie sich schützen
  • Zusammenfassung

Einführung

Internet-Hotspots schießen überall wie Pilze aus dem Boden. Leider bieten die meisten von ihnen keine ausreichende Sicherheit. Erfahren Sie, wie Sie sich schützen können, wenn Sie über öffentliche Hotspots eine Verbindung mit dem Internet herstellen.

Einfacher Zugang – wenig Schutz

Für Hotspot-Betreiber ist die Verwaltung der drahtlosen Sicherheit oft lästig. Registrierungs- und Anmeldeanforderungen widersprechen zudem dem Zweck eines “offenen” Wi-Fi-Netzwerks. Deshalb gibt es an vielen Hotspots wenig oder im schlimmsten Fall gar keine Sicherheitsmaßnahmen. Der schnelle Zugang und die einfache Verwaltung werden mit einer hohen Anfälligkeit für potenzielle Bedrohungen bezahlt.

Hinzu kommt, dass jede drahtlose Verbindung von Natur aus weniger Sicherheit bietet als eine normale Netzwerkverbindung per Kabel. Anders als Daten, die durch ein Kabel fließen, werden drahtlose Übertragungen per Funk übermittelt. Jeder, der einen Empfänger und einige einfache, leicht erhältliche Tools besitzt, kann diese Funksignale abfangen. Wenn Sie mit einem Hotspot verbunden sind, der die Daten nicht verschlüsselt, kann jemand, der Ihre Daten abfängt, diese problemlos lesen – egal, ob es sich um eine private E-Mail-Adresse oder eine Kombination aus Benutzername und Kennwort handelt.

Da sich Hotspots an öffentlichen Plätzen befinden, können andere Ihnen einfach über die Schulter schauen, um Einblick in Ihre Daten zu erhalten. Oder sie haben es sogar auf Ihren Laptop abgesehen, wenn Sie Ihren Platz verlassen.

Kriminelle Methoden und Motive

Während Schnüffler und Neugierige Ihre Privatsphäre gefährden, geht ein weitaus höheres Risiko von Cyberkriminellen aus, die über ausgefeiltere Methoden und Motive verfügen. Selbst wenn am Hotspot Sicherheitsmaßnahmen wirksam sind, verfügen versierte Hacker über genügend Tools, Fähigkeiten und Geduld, um diese Schutzmaßnahmen zu umgehen.

Die Verschlüsselung ist beispielsweise eine grundlegende Technik, mit der Hotspot-Betreiber ihre drahtlosen Benutzer schützen können. Dabei werden die von Ihnen über das Internet gesendeten Daten unkenntlich gemacht. Allerdings haben Cyberkriminelle inzwischen Tools entwickelt, mit denen sie verschlüsselte Daten in erstaunlich kurzer Zeit entschlüsseln können.

Manipulationstechniken sind eine weitere Methode, um Hotspot-Benutzer zur Preisgabe vertraulicher Informationen zu verleiten. Angelehnt an Phishing- und Pharming-Techniken richten sie ein eigenes drahtloses Netzwerk in der Umgebung eines legitimen Hotspots ein. Indem sie den Namen und die Startseite ihres Netzwerks so wie den tatsächlichen Hotspot erscheinen lassen, versuchen sie, Sie zur Anmeldung bei ihrem Netzwerk zu verleiten. Sobald Sie mit dem gefälschten Hotspot verbunden sind, werden Sie zur Eingabe von Informationen (beispielsweise Kreditkartennummern oder andere vertrauliche Informationen) für ein “neues Konto” aufgefordert oder auf andere betrügerische oder vireninfizierte Webseiten umgeleitet.

Sicherheit – so können Sie sich schützen

Angesichts der zahlreichen Risiken und der geringen Sicherheitsmaßnahmen an öffentlichen Hotspots müssen Sie selbst für Ihren Schutz sorgen. Hier sind einige Maßnahmen, mit denen Sie sich schützen können:

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihnen niemand über die Schulter schaut, wenn Sie sich bei Ihrem Betriebssystem, E-Mail- bzw. Instant Messaging-Konto oder einem anderen Konto anmelden.
  • Achten Sie auf verdächtiges Verhalten, und lassen Sie Ihren Laptop oder Ihr Handheld-Gerät niemals unbeaufsichtigt.
  • Deaktivieren Sie die Dateifreigabe, wenn Sie über einen Hotspot ins Internet gehen, und speichern Sie so wenig vertrauliche oder persönliche Daten wie möglich auf Ihrem Laptop oder mobilen Gerät. Die Dateifreigabe können Sie in der Regel in den Netzwerkeinstellungen Ihres Betriebssystems deaktivieren.
  • Deaktivieren Sie Ihre Drahtlosnetzwerkkarte, wenn Sie sie nicht verwenden.
  • Wickeln Sie von einem öffentlichen Hotspot aus nach Möglichkeit keine Online-Banking- oder Börsengeschäfte ab. Sparen Sie diese Art von Aktivitäten auf, bis Sie sich wieder in einer sicheren und nicht öffentlichen Umgebung befinden.
  • Überzeugen Sie sich, dass Sie auch tatsächlich mit einem legitimen Hotspot verbunden sind. Lassen Sie sich den Netzwerknamen und das Verfahren für die Verbindungsherstellung vom Hotspot-Betreiber betätigen. Stellen Sie keine Verbindung her, wenn Sie nicht wissen, wer für die Betreibung eines Hotspots verantwortlich ist!
  • Überlassen Sie es nicht Ihrer Drahtlosnetzwerkkarte, automatisch eine Verbindung mit dem nächsten Netzwerk herzustellen, sondern wählen Sie den Hotspot selbst manuell aus.
  • An einem öffentlichen Hotspot können Sie nie sicher sein, womit andere Computer eventuell infiziert sind oder ob möglicherweise Hacker präsent sind, die das Netzwerk nach Opfern durchsuchen. Mit aktuellen Sicherheitsprogrammen - wie z.B. Kaspersky Internet Security, Norton 360 oder Internet Security, AVG, McAfee oder ein Sicherheitsprogramm von anderen Herstellern - schützen Sie vor zahlreichen Viren, Würmern, Trojanischen Pferden und gefährlichen Eindringlingen.
  • Nutzen Sie Ihren Computer mit Vorsicht. Verzichten Sie darauf, wichtige geschäftliche oder persönliche Mitteilungen oder Transaktionen über Hotspots zu senden bzw. abzuwickeln.

Zusammenfassung

Öffentliche Internet-Hotspots bergen eine Vielzahl von Sicherheitsrisiken. Es liegt an Ihnen, Ihren Computer, Ihre Daten und Ihre Privatsphäre mit wirksamen Programmen und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen zu schützen.

Der neue WLAN-Monitor - Die Funkumgebung einfach per Klick analysieren

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

AVM wartet im Bereich WLAN mit einer einzigartigen Innovation auf: Erstmals ist auf dem in die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 integrierten WLAN-Monitor zu sehen, wie viel Bandbreite der eingestellte Kanal belegt. Ein einfacher Klick genügt in Zukunft, um eine detaillierte Analyse der Funkumgebung zu erhalten. Doch damit nicht genug: Dieses exklusive Feature ermöglicht es auch, potenzielle Störfelder von benachbarten WLAN-Netzwerken zu lokalisieren.

Einfach vom 2,4- auf das 5-GHz-Band wechseln

Besonders im stark frequentierten 2,4-GHz-Band kommt es häufig zu Beeinflussungen durch benachbarte Funknetzwerke. Der WLAN-Monitor visualisiert die Problemfelder und Sie können schnell Gegenmaßnahmen in die Wege leiten, z.B. einfach den Kanal wechseln. Als Nutzer der neuen FRITZ!Box-Modelle 7270 und 3270 mit dem neuen WLAN N-Standard können Sie auch auf das noch wenig genutzte 5-GHz-Band zugreifen. “Nachbarschaftskonflikte” lassen sich auf diesem Wege schnell ausräumen – und Sie können am Monitor verfolgen, wie sich Ihre WLAN-Performance spürbar verbessert.

Mit FRITZ! Labor bereits jetzt die Vorteile des WLAN-Monitors genießen

Diese Informationen über die verschiedenen Funkkanäle waren für Anwender bislang völlig unzugänglich. WLAN-Probleme werden somit erstmals – und ausschließlich bei AVM – sichtbar und erklärbar. Zunächst befindet sich der WLAN-Monitor noch in der Testphase und ist daher noch nicht in einer offiziellen Firmware verfügbar. Besitzer der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 haben jedoch Grund zur Freude: Mit einem Labor-Update können Sie bereits jetzt die Vorteile eines störungsfreien Funknetzes genießen. Mehr Informationen dazu finden Sie im FRITZ! Labor.

Ebenfalls neu im FRITZ! Labor: Dank WPS (Wi-Fi Protected Setup) können Sie sich jetzt ganz bequem per Tastendruck mit einem Netzwerk mit WPS-Unterstützung verbinden. Einfach 6 Sekunden lang die WLAN-Taste auf der Geräteoberseite Ihrer FRITZ!Box drücken – schon können Sie sich nach kurzer Bestätigung mit einem beliebigen WPS-fähigen PC oder Notebook kabellos im Internet bewegen. Zusätzlich ist das Netzwerk automatisch mit dem modernen Verschlüsselungsverfahren WPA gesichert. Und dies alles ohne komplizierte Passworteingabe oder zeitraubende Konfiguration.

Mehr Reichweite durch bessere Platzierung

Dienstag, November 18th, 2008

Um die WLAN-Reichweite zu verbessern, reicht oft schon das Umstellen des Routers, oder Sie nutzen für USB-WLAN-Sticks ein Verlängerungskabel.

Manchmal reichen schon Kleinigkeiten, um die WLAN-Reichweite zu verbessern. So können Stahlschränke oder PC-Gehäuse, dicke Betonmauern oder Fußbodenheizungen die WLAN-Signale drastisch ausbremsen. Oft genügt es, den Standort des WLAN-Routers oder der WLAN-Karte nur um eine Handbreite zu verändern, und der WLAN-Empfang in der Wohnung ist deutlich verbessert.

Verschieben Sie den WLAN-Router an eine andere Stelle im Raum. Meiden Sie Positionen unmittelbar neben Metallgegenständen, Lautsprechern oder Schnurlostelefonen. Befestigen Sie den Router hoch an der Wand.
Testen Sie, ob leichtes Drehen der Antennen den Empfang verbessert. Die Antenne sendet nicht in Richtung der Antennenspitze, sondern im 90 Grad-Winkel.

Tipp
Stecken Sie einen USB-WLAN-Stick nicht direkt ans PC-Gehäuse. Mit einem langen USB-Verlängerungskabel erreichen Sie meist eine Position mit besserem Empfang.

Internet auf Reisen: Öffentliche WLAN-Hotspots schnell finden und sicher nutzen

Montag, Juli 14th, 2008

Gliederung

* Überblick
* Aktuelles
* Details
* Sofortmaßnahmen
* Die häufigsten Fragen
* Arbeitshilfen

Überblick

Sommerzeit ist Urlaubs- und Reisezeit. Obwohl man sich in den schönsten Wochen des Jahres gern von allen Verpflichtungen frei machen möchte, gibt es viele Gründe, auch auf Reisen für Kollegen oder Geschäftspartner erreichbar zu sein. Für die meisten Reisenden gehört daher ein Notebook oder Smartphone zum Standardgepäck. Schließlich möchte man auf die gewohnten Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internet nicht verzichten. Dank WLAN-Hotspots ist der Anschluss kein Problem, aber meist mangelt es an der Sicherheit: Betrüger haben bei öffentlichen Zugängen ein leichtes Spiel. Schützen Sie sich mit den richtigen Maßnahmen.

Aktuelles

Wer auf Geschäftsreisen oder im Urlaub ein WLAN-fähiges Notebook oder einen PDA bzw. ein Smartphone mit WLAN-Modul dabei hat, kann die E-Mail-Korrespondenz erledigen, mit Kollegen und Freunden über ein Messenger-System kommunizieren, wichtige Dateien empfangen und versenden oder auch einfach nur im Internet surfen. Und das ohne Kabel, ohne Modem und von jedem Ort aus, der in Reichweite eines öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots liegt. Die öffentlichen Zugänge sind kostengünstig, aber leider auch sehr unsicher. Deshalb sollten Sie unbedingt die nachfolgenden Sicherheitsvorkehrungen treffen. Es lohnt, denn nach aktuellen Kriminalstatistiken haben sich seit 2002 Delikte wie Betrug, Computersabotage und Ausspähen von Daten nahezu verdoppelt. Zunehmend sind auch mittelständische Unternehmen von den finanziellen Folgen krimineller Internetattacken betroffen.

Details

1. Öffentliche Hotspots finden
WLAN-Hotspots finden Sie in Hotels, Bahnhöfen, Flughäfen, aber auch in vielen Cafés und Restaurants. Diese Bereitstellung einer Internet-Zugangsmöglichkeit wird als zusätzliche Dienstleistung gesehen und die meisten Betreiber machen daher mehr oder weniger deutlich auf diese Angebote aufmerksam.

Surfen in der Hotelbar

In den meisten Fällen ist die Nutzung der Hotspots kostenpflichtig. Dabei kommen unterschiedliche Bezahlverfahren zum Einsatz, so können Sie z. B. eine Guthabenkarte (Voucher) erwerben, mit der Sie für eine bestimmte Zeit surfen können. Einige Mobilfunkanbieter wie z. B. T-Mobile oder Vodafone betreiben ein vergleichsweise dichtes Netz von Hotspots. Kunden dieser Unternehmen können die Hotspots zu recht günstigen Konditionen nutzen. Abgerechnet wird über die monatliche Mobilfunk-Rechnung. Bei einigen Handy-Tarifen ist die Nutzung der Hotspots in der monatlichen Grundgebühr enthalten, sodass keine zusätzlichen Kosten entstehen. Auch bei einigen Angeboten von DSL-Providern gehört eine Nutzung des Hotspot-Netzes zum Leistungsumfang.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie in Ihren Verträgen mit Mobilfunk- und DSL-Anbieter, ob eine kostenfreie bzw. preisgünstige Zugangsmöglichkeit für die WLAN-Hotspots enthalten ist.

In Großstädten gibt es auch zahlreiche kostenfrei nutzbare WLAN-Hotspots, die aber nicht  immer leicht zu finden sind. Zwar gibt es eine Reihe von Hotspot-Verzeichnissen, doch selbst die größten und aktuellsten können längst nicht alle Hotspots erfassen. Sind
Sie auf der Suche nach Hotspots in Deutschland, haben Sie gute Chancen, unter http://www.hotspot-locations.de fündig zu werden, für die internationale Suche empfiehlt sich http://www.jiwire.com.

Sie können auf Ihrem WLAN-Notebook auch ein Zusatzprogramm installieren, das automatisch nach Hotspots sucht und Ihnen auch gleich alle öffentlichen Hotspots für Ihren Aufenthaltsort auflistet. Ein solches Programm ist der WLAN-Manager des Internetportals Lycos (http://wlan.lycos.de): Er meldet Ihnen nicht nur automatisch jeden WLAN-Hotspot in Ihrer Nähe, mit seiner Hilfe können Sie Hotspots auch einfach finden.
Sie können nach Ort, Postleitzahl oder anderen Kriterien suchen. In der Datenbank sind mittlerweile mehr als 35.000 Hotspots in Deutschland verzeichnet, weltweit sind es über 250.000.

2. Das Sicherheitsrisiko
Das Surfen an WLAN-Hotspots ist einerseits zwar vergleichsweise kostengünstig und komfortabel. Andererseits gibt es ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko, denn nahezu alle öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots verzichten auf eine Verschlüsselung. Das heißt nichts anderes, als dass alle ausgetauschten Daten auf dem Weg zwischen Notebook (bzw. PDA oder Smartphone) und dem WLAN-Zugangspunkt abgehört werden können. Neugierige Personen können bereits mit einfachsten Mitteln den Datenverkehr abhören, solange dieser nicht verschlüsselt ist.

Eine solche Verschlüsselung ist über die in den Browsern integrierte SSL- bzw. TSL-Technik realisierbar. Diese Verschlüsselungstechniken kommen auf vielen Webseiten, auf denen sicherheitsrelevante Daten übertragen werden, zum Einsatz. Bei den meisten Online-Shops werden der Kaufauftrag und die Übermittlung der Zahlungsinformationen in diesem Modus durchgeführt, beim Online-Banking ist dieses Verfahren ohnehin obligatorisch.

Praxis-Tipp: Sie erkennen die auf diese Weise gesicherten Übertragungen im Browser daran, dass die Adresse mit dem Kürzel https:// (statt http:// für eine ungesicherte Verbindung) beginnt. Zudem weisen weitere Merkmale, wie etwa das Symbol des geschlossenen Sicherheitsschlosses in der Statusleiste des Browsers, auf die gesicherte Verbindung hin.

3. Achtung: Lauschangriff
Allerdings setzen längst nicht alle Anbieter im Web diese sichere Technik ein, wenn  es um die Übermittlung sensibler Daten geht. Betroffen hiervon sind etwa zahlreiche E-Mail-Postfächer: Viele Webmail-Dienste verzichten auf eine Verschlüsselung der Anmeldedaten. Benutzername und Kennwort können auf diese Weise in die Hände von Lauschern geraten, die mit diesen Informationen dann ebenfalls Zugang zum Mail-Konto haben. Neben dem Zugriff auf die eigenen E-Mails durch diese Personen droht noch zusätzlicher Ärger, wenn das eigene Mail-Konto für illegale Aktivitäten verwendet wird.

Praxis-Tipp: Achten Sie beim Surfen an WLAN-Hotspots auf die verschlüsselte Übertragung von Daten im Browser durch SSL (Secure Sockets Layer) bzw. der weiterentwickelten Version TLS (Transport Layer Security). Beim Zugriff auf E-Mail-Konten über eine E-Mail-Software wie Outlook oder Thunderbird sollte diese Technik ebenfalls genutzt werden.

Sofortmaßnahmen

1. Sichere Alternative: VPN-Dienst nutzen
Neben der Nutzung der SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung, bei der Sie allerdings darauf angewiesen sind, dass die Gegenstelle (also etwa der E-Mail-Provider oder die besuchten Websites) diese Technik überhaupt anbieten, bleibt im Grunde nur die Verwendung einer VPN-Verbindung.

Über einen solchen “VPN-Tunnel” werden dann sämtliche Daten verschlüsselt übertragen. Bei der VPN-Technik werden die Daten auf der gesamten Verbindung zwischen dem mobilen Rechner (also Ihrem Notebook) und dem VPN-Server verschlüsselt. Lauscher haben daher keine Chance, diese Daten abzuhören.

VPN-Server finden sich leider jedoch nicht so leicht. Viele Firmen betreiben zwar einen VPN-Server, um mobilen Mitarbeitern den abhörsicheren Zugang zum Firmennetz zu ermöglichen. Allerdings bietet so gut wie kein Provider einen solchen Service für Normalsurfer an, die hierüber dann beliebige Webseiten aufrufen könnten. Stattdessen müssen Sie einen zusätzlichen VPN-Dienst nutzen, der von einigen kleineren Unternehmen angeboten wird. In der Praxis bedeutet dies: Sie müssen eine VPN-Verbindung auf Ihrem mobilen Rechner einrichten und über diese den WLAN-Hotspot verwenden. Nachdem die Verbindung zum WLAN hergestellt ist, muss dazu dann lediglich die VPN-Verbindung aktiviert werden. Am einfachsten ist es, die einmal erstellte Verbindung als Verknüpfung auf dem Desktop abzulegen.

Unter Windows ist für die VPN-Technik bereits eine spezielle Software enthalten (in Form eines PPTP-Clients). Mit wenigen Mausklicks können Sie hier über den Assistenten zur Herstellung einer Netzwerkverbindung eine solche VPN-Verbindung herstellen. Sie benötigen dazu lediglich die Zugangsdaten (Benutzername, Kennwort) sowie die Adresse des VPN-Servers.

2. Personal Firewall und Virenschutzprogramm einsetzen
Die VPN-Verfahren schützen zwar vor Lauschangriffe, bieten jedoch keine zusätzliche Sicherheit vor Angriffen durch Spyware, Trojaner und ähnliche Schadprogramme. Sie sollten auf Ihrem Mobilrechner daher in jedem Fall auch eine Antivirensoftware und eine Firewall verwenden. Die Personal Firewall überwacht bei einer Netzwerkverbindung die Kommunikation zwischen Ihrem Notebook und der Außenwelt. Konfigurieren Sie die Firewall so, dass Netzwerkzugriffe von außen nach innen unterbunden werden. Empfehlenswert ist z. B. das kostenlos erhältliche Firewall-Programm Zone Alarm. Und ganz unabhängig davon, ob Sie sich über einen öffentlichen Hotspot oder einen “normalen” Zugang mit dem Internet verbinden, ist ein Virenschutzprogramm obligatorisch.

3. Höchste Sicherheitsstufen für Browser und E-Mail-Programm
Wählen Sie unbedingt möglichst restriktive Einstellungen für Ihren Browser und Ihr E-Mail-Programm. Aktivieren Sie die höchsten Sicherheitsstufen und unterbinden Sie das Ausführen sogenannter aktiver Inhalte (ActiveX, JavaScript) - soweit dies bei der Hotspot-Nutzung möglich ist.
Deaktivieren Sie außerdem das Speichern von Formulardaten und Kennwörtern durch den Browser. Beim Windows Explorer erledigen Sie die meisten dieser Einstellungen über die Internetoptionen (Extras > Internetoptionen > Sicherheit / Erweitert).

4. Sparsamer Umgang mit Laufwerks- und Ordnerfreigaben
Achten Sie darauf, dass Sie z. B. nicht die gesamte Festplatte oder alle Verzeichnisse eines USB-Sticks freigeben. Geben Sie möglichst wenige Dateien und Verzeichnisse frei und schützen Sie jede Freigabe mit einem sicheren Passwort. Bei Windows ist der Windows Explorer für Freigaben und Kennwortschutz zuständig. Um einen Ordner freizugeben und mit einem Kennwort zu schützen, klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf den Ordnereintrag und wählen die Kontextmenüoption Eigenschaften. Im Dialogfenster Eigenschaften legen Sie dann alle den Ordner betreffenden Einstellungen fest.

Die häufigsten Fragen

1. Bin ich beim Surfen über einen öffentlichen WLAN völlig ungeschützt?
Im Prinzip ja, sofern nicht über die verwendeten Programme (Web-Browser, E-Mail-Programme etc.) eine verschlüsselte Übertragung erfolgt. Beim Online-Banking oder auch bei vielen Online-Shopping-Systemen wird diese sichere Übertragung durch SSL bzw. TLS realisiert, sodass hier keine Gefahr besteht. Unverschlüsselte Datenübertragungen können dagegen im Umfeld des WLANs leicht abgehört werden.

2. Wie kann ich mich vor Abhörangriffen schützen?
Achten Sie darauf, ob bei der Übermittlung sicherheitsrelevanter Daten (z.B. den Zugangsdaten für einen Webmailer) eine SSL- bzw. TLS-Verbindung besteht. Im Browser ist dies u. a. am Kürzel https:// in der Browser-Adressleiste erkennbar. Im E-Mail-Programmen muss diese Verschlüsselung meist erst aktiviert werden und es hängt von den jeweiligen Mail-Dienstleistern ab, ob diese Technik unterstützt wird. Für zusätzliche Sicherheit und eine Verschlüsselung sämtlicher Datenübertragungen kann dagegen nur eine VPN-Verbindung sorgen.

3. Benötige ich für eine VPN-Verbindung eine zusätzliche Software?
In den Windows-Betriebssystemen ist bereits eine Komponente zum Aufbau einer VPN-Verbindung mittels PPTP-Technik enthalten, Mac OS X unterstützt diese VPN-Variante ebenfalls. Die meisten Anbieter von VPN-Diensten setzen daher auch diese Technik ein. Es gibt aber auch andere VPN-Angebote, bei denen eine spezielle Zusatzsoftware wie OpenVPN benötigt wird.

4. Ist die Einrichtung der VPN-Verbindung kompliziert?
Unter Windows wird die Einrichtung des VPN in der PPTP-Variante durch einen Assistenten unterstützt. Sie müssen lediglich einige wenige Daten von Hand eintragen und können die Verbindung dann nutzen.

5. Wozu benötige ich einen VPN-Dienstleister?
Ein VPN stellt immer eine sichere Verbindung zwischen dem zumeist mobilen Client-Rechner (also etwa Ihrem Notebook) und einem VPN-Server her, von dem die Verbindung dann zum Rest des Internet hergestellt wird. Den Zugang zu einem solchen VPN-Server müssen Sie i. d. R. über einen Dienstleister herstellen, der dafür eine Gebühr in Rechnung stellt. Allerdings sind die meisten Angebote recht günstig, wenn Sie den Zugang nur über einen begrenzten Zeitraum (z.B. im Urlaub) nutzen möchten.

6. Schützt die VPN-Technik vor anderen Gefahren im Internet?
Nein, die VPN-Technik bietet ausschließlich eine Verschlüsselung. Vor Bedrohungen wie Spyware, Viren oder Trojanern müssen Sie nach wie vor zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wie eine Antivirensoftware und eine Firewall einsetzen.

WLAN ohne Risiko: Drahtlose Netze sicher konfigurieren

Samstag, April 5th, 2008

Einfach, schnell und kabellos: Kein Notebook oder PC wird heute ohne WLAN-Schnittstelle ausgeliefert. Doch wo Daten per Funk übertragen werden, treten auch Sicherheitsprobleme auf. Wir wollen Ihnen zeigen, wie Sie sich schützen können.

Der kabellose Internetzugang über das heimische WLAN-Netz ist an Komfort kaum zu überbieten. Doch ebenso schnell wie Access Point, Notebook und PC über die Luftschnittstelle verbunden sind, werden oft die einfachsten Sicherheitsmaßnahmen außer Acht gelassen. Das belegen immer wieder entsprechende Studien diverser Sicherheitsunternehmen, denen zufolge bis zu 70 Prozent der privaten Funknetzwerke Daten unverschlüsselt und somit für jeden mitlesbar durch den Äther funken.

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