Datenausführungsverhinderung

Februar 21st, 2009

Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot)

für Win XP, Win XP x64, Win Vista, Win Vista x64

Nach der Installation des SP2 für Windows XP erlebt man unter Umständen Überraschungen, wenn Dateien über das Kontextmenü gelöscht werden sollen. Das Kontextmenü öffnet sich nicht, dafür stürzt der Explorer ab. Die Dateien lassen sich nur durch das Verschieben in den Papierkorb entfernen. Ganze Ordner lassen sich jedoch über das Kontextmenü löschen, das Problem betrifft nur Dateien.

Schuld ist die Data Execution Prevention (DEP), die mit SP2 installiert wurde.
Die Technologie Execution Protection, kurz NX für no eXecute (Ausführungsverbot), verhindert, dass schädliche Programmcodes ausgeführt werden. Wenn ein Programm versucht, Code, unabhängig davon, ob er bös- oder gutartig ist (Beispiel: DivX), aus einem geschützten Speicherort auszuführen, schließt die Datenausführungsverhinderung das Programm.

In der Systemsteuerung - System - Erweitert - Systemleistung “Einstellung”
- Datenausführungsverhinderung - Datenausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme der gewählten aktivieren können die jeweilige Anwendungen hinzugefügt werden, die nicht unter das Ausführungsverbot fallen sollen.

Unter Windows Vista: Systemsteuerung (klassische Ansicht) - System - Erweiterte Systemeinstellungen - Erweitert - “Leistung” Button “Einstellungen” - Datenausführungsverhinderung.

Es kann auch die Boot.ini editiert werden (gilt nicht für Windows Vista):
Start - Ausführen - Notepad %SYSTEMDRIVE%\Boot.ini - OK
Unter [operating systems] wird der Parameter /NoExecute= durch /Execute ersetzt.
Die Boot.ini-Datei danach wieder abspeichern und den Rechner neu starten.
Oder über Systemsteuerung > System > Registerkarte “Erweitert” > “Starten und Wiederherstellen” > Button “Einstellungen” > Bearbeiten.

Die Boot.ini liegt meistens im Verzeichnis C:\ und ist “schreibgeschützt”. Die Datei liegt normalerweise auf dem Laufwerk, auf dem Windows seine Systemdateien NTLDR etc. abgelegt hat. Das kann auch ein anderer Laufwerksbuchstabe sein. Vorher den Schreibschutz der Boot.Ini-Datei unter Eigenschaften/Allgemein entfernen, nach dem Abspeichern sollte das Häkchen wieder gesetzt werden. Die Boot.ini ist standardmäßig ausgeblendet. In den Ordneroptionen muss deshalb unter Ansicht die Option Geschützte Systemdateien ausblenden deaktiviert werden.

/EXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System deaktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen aktiviert werden. /EXECUTE die Deaktivierung der DEP - (also execute der ANWENDUNGEN).

/NOEXECUTE bewirkt, dass der Ausführungsschutz (DEP) für das gesamte System aktiviert wird, er kann jedoch für einzelne Anwendungen deaktiviert werden. Betrifft nur 32-Bit-Anwendungen. Bei 64-Bit-Anwendungen ist DEP generell eingeschaltet und lässt sich nicht abschalten. /NOEXECUTE die Aktivierung der DEP - (also noexecute der ANWENDUNGEN).

/noexecute=OptIn bewirkt, dass DEP nur Systemdateien überwacht und Anwendungen, die in der OptIn-Liste stehen. Verhindert, dass Windows XP in den “Abgesicherten Modus” startet.

/noexecute=OptOut bewirkt, dass DEP Systemdateien überwacht mit Ausnahme von Anwendungen, die in der OptOut-Liste stehen.
/NOEXECUTE=OptIn und /NOEXECUTE=OptOut sind die beiden Werte, die über die Systemsteuerung einstellbar sind.

/noexecute=AlwaysOn bewirkt, dass DEP systemweit für alle ausführbaren Dateien aktiviert ist. Eine eventuell vorhandene Ausnahmeliste wird ignoriert.

/noexecute=AlwaysOff bewirkt, dass DEP systemweit abgeschaltet ist.
/EXECUTE und /NOEXECUTE=AlwaysOff schalten die DEP bei 32bit-Windows aus, unabhängig davon, ob die CPU es unterstützt oder nicht, wobei hier noch /PAE und /NOPAE bei 64bit-CPUs eine Rolle spielen.
/NOEXECUTE=AlwaysOff scheint die einzige Möglichkeit zu sein, DEP bei 64bit-Windows auf einer 64bit-CPU, die DEP unterstützt, abzuschalten, solange nicht /PAE verwendet wird. /EXECUTE ist hier generell wirkungslos.

Das Ganze gilt für Hardware- und Software-DEP.

AVM implementiert erstmals IPv6 in Fritzbox

Februar 19th, 2009

Durch 6to4-Tunnelung soll das neue Internetprotokoll künftig am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein. Eine erste Test-Firmware mit IPv6-Unterstützung für die Fritzbox Fon WLAN 7270 erscheint zur CeBIT.

AVM hat das neue Internetprotokoll IPv6 in seine Fritzbox integriert. In Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung des Internetanbieters Freenet sind die AVM-Router jetzt erstmals mit IPv6 am Provideranschluss im Einsatz.

Künftig werde IPv6 auch am Standard-DSL-Anschluss erreichbar sein, teilte das Unternehmen mit. Dafür verwendet AVM die sogenannte 6to4-Tunnellösung zur Umsetzung von IPv6 über IPv4-Adressen nach RFC 3056.

Bei IPv6 gibt es im Gegensatz zu IPv4 genug Adressen, so dass jeder Rechner und jedes Endgerät eine eigene öffentliche IP-Adresse bekommen kann. IPv6 besitzt eine hohe Kompatibilität zu vielen Anwendungen, da sie in der Regel nur mit einer höheren Protokollebene, beispielsweise TCP oder UDP, kommunizieren. Diese Protokolle ändern sich nicht, wenn man IPv6 statt IPv4 verwendet. Zudem unterstützen die drei wichtigsten Betriebssysteme Linux, Mac OS und Windows das neue Protokoll.

Die Adressierbarkeit jedes Endgeräts ermöglicht neue Dienste. Da IPv6 ohne NAT auskommt, sollen bestehende Services wie VoIP, P2P oder Videokonferenzen einfacher werden. Im Netzwerk (LAN und WLAN) sowie im Internet lassen sich IPv6 und IPv4 parallel betreiben.

“Unser Ziel ist die frühzeitige technische Verfügbarkeit der Fritzbox mit IPv6 für eine einheitliche, kompatible und sichere Implementierung im Zugangsnetzwerk. Für den nahtlosen Übergang werden unsere IADs IPv6 und IPv4 parallel einsetzen”, sagte Andreas Stockmeier, Entwicklungsleiter des Bereichs Internetworking von AVM.

Zur CeBIT in Hannover (3. bis 8. März) will das Berliner Unternehmen erstmals eine Firmware mit IPv6 für sein aktuelles Topmodell Fritzbox Fon WLAN 7270 anbieten. Technisch Interessierte können die Software im Fritz-Labor herunterladen.

Windows Vista: Beta des Service Pack 2 ist da

Dezember 11th, 2008

Auch Betaversion vom Service Pack 2 für Windows Server 2008 ist verfügbar

Ab sofort steht die Betaversion des Service Pack 2 für Windows Vista sowie Windows Server 2008 als Download bereit. Das Updatepaket bringt nicht nur Fehlerkorrekturen, sondern auch einige neue Funktionen.

Das Service Pack 2 für Windows Vista und Windows Server 2008 enthält alle bisherigen Sicherheitspatches und Updates, um die Neuinstallation eines Betriebssystems zu vereinfachen. Microsoft stellt eine vorläufige und recht lange Liste aller Hotfixes und Sicherheitsupdates im Service Pack 2 zur Verfügung.

Wie schon das Service Pack 1 für Windows Vista soll das Service Pack 2 eine Installation verhindern, wenn inkompatible Treiber entdeckt werden, damit das System nach der Installation nicht unbrauchbar wird. Ein “Service Pack Clean-Up Tool” soll zudem nicht mehr benötigte Dateien löschen und Platz schaffen. Beim Service Pack 1 (SP1) war das noch nicht automatisch möglich, das Paket belegte je nach Version der Windows-Lizenz nach der Installation bis zu 2 GByte zusätzlichen Platz auf der Festplatte.

Neben Fehlerkorrekturen bringt das Service Pack 2 auch neue Funktionen. Dazu gehört die Windows-Suche in der Version 4.0, die schneller und besser arbeiten soll. Das Bluetooth 2.1 Feature Pack bringt die Bluetooth-Unterstützung auf den aktuellen Stand und mittels Windows Connect Now soll die Anmeldung in WLAN-Netze effizienter und einfacher werden. Nach dem Aufwachen aus dem Stand-by-Modus verspricht das Service Pack 2 auch eine höhere WLAN-Geschwindigkeit.

Zudem kann Windows Vista mit dem Service Pack 2 Blu-ray-Medien direkt beschreiben und die mit dem Service Pack 1 hinzugefügte Unterstützung für das Dateisystem exFAT wird erweitert: Das insbesondere für mobile Datenträger vorgesehene Dateisystem soll nun unter Windows Vista und Windows Server 2008 auch mit UTC-Zeitstempeln (Coordinated Universal Time) von exFAT zurechtkommen. Damit können Dateien auf USB-Sticks auch über Zeitzonen hinweg synchronisiert werden.

Das neue Media Center, Codename Fiji, ist offenbar nicht im Service Pack 2 enthalten und wird weiterhin nur an OEMs verteilt. Diese entscheiden selbst, ob das neue Media Center mit auf einem Windows-Vista-Rechner installiert werden soll. Die Verbesserungen des Media Centers werden der Allgemeinheit wohl erst mit Windows 7 zur Verfügung gestellt, dessen Beta ebenfalls öffentlich zugänglich sein wird. Die Verteilung der Windows 7 Beta beginnt vermutlich im Januar 2009.

Das Service Pack 2 für Windows Server 2008 installiert die Hyper-V-Umgebung für Virtualisierungen und das Power Management soll rund zehn Prozent effizienter arbeiten. Die Einstellungen dafür können über Gruppenrichtlinien verteilt werden.

Das Service Pack 2 wird als eine Datei für Windows Vista sowie Windows Server 2008 angeboten, so dass nur eine Datei für die Offline-Installation heruntergeladen werden muss. Für Windows Server 2008 ist es das erste Service Pack. Die Verbesserungen, die mit dem Service Pack 1 für Windows Vista entwickelt wurden, sind gleich in die Verkaufsversion von Windows Server 2008 integriert worden. Noch gibt es keine Informationen, wie das Service Pack 2 in die Installationsmedien integriert werden kann. Als Voraussetzung für die Installation des Service Pack 2 unter Windows Vista muss das Service Pack 1 installiert sein. Damit das Windows-Update das neue Service Pack 2 in seiner Betaversion überhaupt sehen kann, muss zudem ein Update für den Servicing Stack installiert werden.

Nachdem MSDN- und Technet-Abonnenten bereits in dieser Woche die Beta vom Service Pack 2 laden konnten, steht diese nun für die Allgemeinheit als Download zur Verfügung. Auf Produktivsystemen sollte die Betaversion nicht installiert werden, auch wenn Microsoft keine größeren Umstellungsprobleme erwartet.

Das Download-Archiv des Service Pack 2 für die 32-Bit-Version wird je nach Sprachenvielfalt zwischen 302 und 390 MByte groß sein. Die 64-Bit-Version liegt bei 508 beziehungsweise 622 MByte Archivgröße. Die Installationspakete funktionieren sowohl mit Windows Vista als auch mit Windows Server 2008. Der Download über das Windows-Update wird deutlich geringer ausfallen. Hier liegen die Größen zwischen 41 und 90 MByte.

Weitere Informationen zum Service Pack 2 für Windows Vista und 2008 finden sich im Technet-Eintrag ‘Notable Changes in Windows Server 2008 SP2 Beta and Windows Vista SP2 Beta’. Das Service Pack 2 für Windows Vista und Windows Server 2008 soll in der endgültigen Fassung im ersten Halbjahr des Jahres 2009 erscheinen.

Der neue WLAN-Monitor - Die Funkumgebung einfach per Klick analysieren

Dezember 11th, 2008

AVM wartet im Bereich WLAN mit einer einzigartigen Innovation auf: Erstmals ist auf dem in die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 integrierten WLAN-Monitor zu sehen, wie viel Bandbreite der eingestellte Kanal belegt. Ein einfacher Klick genügt in Zukunft, um eine detaillierte Analyse der Funkumgebung zu erhalten. Doch damit nicht genug: Dieses exklusive Feature ermöglicht es auch, potenzielle Störfelder von benachbarten WLAN-Netzwerken zu lokalisieren.

Einfach vom 2,4- auf das 5-GHz-Band wechseln

Besonders im stark frequentierten 2,4-GHz-Band kommt es häufig zu Beeinflussungen durch benachbarte Funknetzwerke. Der WLAN-Monitor visualisiert die Problemfelder und Sie können schnell Gegenmaßnahmen in die Wege leiten, z.B. einfach den Kanal wechseln. Als Nutzer der neuen FRITZ!Box-Modelle 7270 und 3270 mit dem neuen WLAN N-Standard können Sie auch auf das noch wenig genutzte 5-GHz-Band zugreifen. “Nachbarschaftskonflikte” lassen sich auf diesem Wege schnell ausräumen – und Sie können am Monitor verfolgen, wie sich Ihre WLAN-Performance spürbar verbessert.

Mit FRITZ! Labor bereits jetzt die Vorteile des WLAN-Monitors genießen

Diese Informationen über die verschiedenen Funkkanäle waren für Anwender bislang völlig unzugänglich. WLAN-Probleme werden somit erstmals – und ausschließlich bei AVM – sichtbar und erklärbar. Zunächst befindet sich der WLAN-Monitor noch in der Testphase und ist daher noch nicht in einer offiziellen Firmware verfügbar. Besitzer der FRITZ!Box Fon WLAN 7270 haben jedoch Grund zur Freude: Mit einem Labor-Update können Sie bereits jetzt die Vorteile eines störungsfreien Funknetzes genießen. Mehr Informationen dazu finden Sie im FRITZ! Labor.

Ebenfalls neu im FRITZ! Labor: Dank WPS (Wi-Fi Protected Setup) können Sie sich jetzt ganz bequem per Tastendruck mit einem Netzwerk mit WPS-Unterstützung verbinden. Einfach 6 Sekunden lang die WLAN-Taste auf der Geräteoberseite Ihrer FRITZ!Box drücken – schon können Sie sich nach kurzer Bestätigung mit einem beliebigen WPS-fähigen PC oder Notebook kabellos im Internet bewegen. Zusätzlich ist das Netzwerk automatisch mit dem modernen Verschlüsselungsverfahren WPA gesichert. Und dies alles ohne komplizierte Passworteingabe oder zeitraubende Konfiguration.

Fritz!Box Fon WLAN 7270 Testbericht

Dezember 9th, 2008

Lange hat das neue Flaggschiff unter den AVM-Multifunktions-Routern auf sich warten lassen. Jetzt ist die Fritz!Box Fon WLAN 7270 da. Lohnt sich das Upgrade vom jetzigen Topmodell?

Neue Flaggschiffe haben es nicht leicht. Sollen sie doch das Aushängeschild der Produktflotte sein, was gleichzeitig bedingt, dass sie deutlich besser sind als der Vorgänger. Wenn der schon Spitzenklasse war, wird der Newcomer natürlich umso kritischer beäugt - erst recht, wenn der Hersteller den deutschen Markt so klar dominiert wie AVM den der VoIP-TK-Anlagen. Ein enormer Druck also, der auf den Entwicklern der Berliner TK- und IT-Schmiede lastet, die mit der Fritz!Box Fon WLAN 7270 den erfolgreichen Vorgänger 7170 toppen wollen. Aber was ist das für ein Gerät, dem connect einen Drei-Seiten-Test widmet? Ein Alleskönner, der jeden nur denkbaren Bedarf eines DSL-Kunden befriedigen soll. Doch der Reihe nach: Zunächst ist die 7270 ein Modem für DSL-Anschlüsse. Ebenfalls eingebaut ist ein Router, der die Einwahl ins Internet vollautomatisch übernimmt. An der Rückseite befinden sich vier 10/100- Mbit/s-Netzwerkanschlüsse, die jeweils einen PC mit dem Internet verbinden können. Wer lieber auf dem Sofa surfen will, kann sein Notebook per WLAN-Funk ins Netz bringen. Auch telefonieren kann das Cleverle und lässt dabei dem Kunden freie Wahl, denn die Box versteht sich mit digitalen ISDN-Anschlüssen ebenso wie mit dem analogen Amt. Auch über Ihre Endgeräte brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen: Zwei analoge Geräte wie Telefone oder Faxe lassen sich seitlich in die Box stöpseln, auch ISDN-Geräte kann man weiter nutzen. Wollen Sie ein Schnurlostelefon betreiben, können Sie sogar die Basisstation ausrangieren, denn die Fritz!­Box Fon WLAN 7270 hat eine DECT-Basis intus. Sämtliche Modelle der Fritz!Box-Fon-Reihe beherrschen obendrein Internet-Telefonie, was  bares Geld spart, denn Gespräche – egal ob im In- oder Ausland - kosten entweder gar nichts oder sind oft günstiger als via Festnetz. Wer will, kann aber auch weiterhin übers gewohnte Netz plaudern. Natürlich empfängt die Box auch Gespräche auf Ihrer bisherigen Festnetznummer. Welche Gerätschaften Sie wie anschließen können, sehen sie in der Abbildung oben rechts.

Neuerungen der Fritz!Box Fon WLAN 7270

Was bietet das neue Flaggschiff aber nun mehr als sein Vorgänger 7170? Neben der neu integrierten DECT-Basis mit dem Sprachverbesserer CAT-iq wurde das WLAN-Funkmodul aufgerüstet, das nach dem 802.11-Draft-N-Standard ar­beitet und die Daten mit theoretisch bis zu ­300 Mbit/s durch die Luft schickt. Außerdem hat die 7270 nun eine USB-2.0-Schnittstelle verbaut, mit der man externe USB-Geräte wie Speichersticks, Festplatte, Scanner oder Drucker allen Teilnehmern im Netzwerk zu Verfügung stellen kann; das Vorgängermodell begnügte sich noch mit der deutlich langsameren 1.1-Variante, was vor allem beim Einsatz von externen Festplatten ein  Flaschenhals war. Ebenfalls neu: Die analogen Nebenstellen werden nun direkt in eine der beiden Buchsen an der Seite gesteckt, bei der 7170 kam ein externer Adapter zum Einsatz, der dafür  aber drei Geräte mit der Box verband.

DSL-Basis und schnelles WLAN inklusive

So weit die Ausstattungsmerkmale und offensichtlichen Neuerungen. Doch wie funktioniert nun das Gerät, das seit Mitte November auch von Internetprovider 1&1 als Fritz!Box Fon WLAN surf & phone N vertrieben wird? Basisaufgabe ist die Kontaktaufnahme mit dem DSL-Anschluss. Hier verdaut das eingebaute Modem wie das der anderen Fritz!Boxen auch ADSL und ADSL2+. Das noch schnellere VDSL kann der Kunde entgegen den AVM-Ankündigungen von der letzten CeBIT derzeit nicht nutzen. Zwar beherrscht der neu eingesetzte UR8-Chip von Infineon theoretisch Very-Highspeed-DSL, aber nicht in der Konfiguration, wie sie T-Home als derzeitiger VDSL-Monopolist anbietet. Auch gibt es bei VDSL deutlich mehr auf Protokoll­ebene zu regeln, die genauen Spezifikationen sind aber anders als bei ADSL mit der UR2-Schnittstelle bislang nicht offengelegt.

Neue Hardware sorgte anfangs für Probleme

Weit schlimmer fürs einst makellose Image des Marktführers: Besitzer der ersten ausgelieferten Geräte klagten über häufige Abbrüche der DSL-Verbindung. Das Problem hat AVM zwar inzwischen durch Firmware-Updates weitgehend im Griff. Trotzdem fragt man sich, wie es zu solchen Rückschritten kommt, schließlich verrichten doch die anderen Fritz!Boxen, allen voran die 7170, klaglos ihren Dienst. Das liegt daran, dass AVM auf eine komplett neue Hardwareplattform gesetzt hat: anderer Prozessor, anderes Modem, andere DSP-Datenpumpe, mehr Speicher, schnelleres Bus-System. Nun gilt es beispielsweise, das Modem mit allen in Deutschland eingesetzten DSLAMs in den Vermittlungsstellen und mit den unterschiedlichen Firmware-Ständen bei allen Internetprovidern abzugleichen – quasi eine Wiederauflage des Phänomens, das auch bei der 7170 zu beobachten war: Auch hier gab es mit den Firmware-Updates oft neue DSL-Treiber, die die Verbindungsstabilität ständig verbesserten. Bei den WLAN-Verbindungen gibt’s ebenfalls Verbesserungspotenzial, wobei die neue Box dank dem Standard 802.11 Draft N bereits jetzt - zumindest mit einer passenden Notebook-WLAN-Karte von Chiphersteller Atheros – deutlich schneller ist als alle Vorgänger. Die Performance erkauft man sich aber mit einem höheren Stromverbrauch. Lag der bei abgeschal­tetem WLAN in der zum Testzeitpunkt aktuellen Firmware 54.04.48 bei rund 6,3 Watt, schnellt der Wert bei eingeschaltetem WLAN wegen den bei Draft N obligatorischen drei Funkmodulen auf 8,4 Watt. Weiteres Manko derzeit: Mit oder ohne WLAN wird die Box auf der Unterseite überdurchschnittlich warm. Bleibt zu hoffen, dass AVM auch dies per Firmware-Update in den Griff bekommt. Nach wie vor perfekt: Wer WLAN nicht braucht, kann die Funkmodule mit einem Druck auf die WLAN-Taste an der Vorderseite abschalten und so Stromverbrauch und Strahlungs­­belastung senken. Das klappt auch vollautomatisch per Zeitsteuerung oder bequem per Telefon: Durch die Wahl eines Zahlencodes lässt sich WLAN auch vom Sofa ein- oder ausschalten. Ebenfalls top: Die Boxen 7170 und 7270 können durch eine Menüeinstellung die Sende­leistung automatisch drosseln und auf Wunsch selbstständig den besten Funk­kanal suchen, der am wenigsten von den Funknetzen der Nachbarn belastet ist.

Telefonie übers Festnetz und via Internet

Neben DSL ist Telefonie der Brot-und-Butter-Job der Fritz!Box. Dank der eingebauten DECT-Basis kann man theoretisch die vom Schnurlostelefon einmotten und Strom sowie Platz sparen. Hier muss aber vor zu viel Euphorie gewarnt werden. Zwar ist bei DECT durch den GAP-Standard geregelt, dass Mobilteile und Basisstationen unterschiedlicher Hersteller miteinander harmonieren, das bezieht sich aber leider fast nur aufs nackte Telefonieren; so auch derzeit bei der 7270. Meldet man ein Mobilteil an der Basis an, fährt das DECT-Funkmodul hoch – das ist praktisch, denn wer DECT nicht nutzt, bekommt auch keine Funkstrahlung ab. Dann macht sich aber gegenwärtig noch Ernüchterung breit. Bucht man beispielsweise ein SL560 oder ein S675 von Markführer Siemens ein, kann man zwar Gespräche führen, das war’s dann aber fast schon. Anrufe in Abwesenheit - normalerweise durch Blinken einer Taste auf dem Mobilteil signalisiert und am Display mit Datum, Uhrzeit und Rufnummer des Anrufers sichtbar – bleiben derzeit ungemeldet. Wer wissen will, wer angerufen hat, muss den Rechner hochfahren und in der Anruferliste der Box nachschauen. Ebenfalls noch nichts zu sehen und zu hören ist vom DECT-Nachfolger und Sprachverbesserer CAT-iq. Das klingt jetzt dramatisch, wird sich aber bessern. Denn AVM hat auf einen DECT-Chip gesetzt, der den Berlinern maximale Programmier­freiheiten lässt. Und so werden sich die Funktionen nach und nach deutlich verbessern. Grenzen gibt es natürlich immer da, wo Hersteller von Mobilteilen sich nicht in die Karten schauen lassen, wie sie was umgesetzt haben. CAT-iq wird jedenfalls demnächst per Firmware-Update implementiert - wenn das Standardisierungsgremium den Standard bis in alle Details verabschiedet hat. Trotzdem: Bis zum Erscheinen weiterer Firmeware-Updates ist DECT nur mit Komforteinbußen direkt über die Box zu nutzen. Besser klappt die DECT-Integration beim von AVM vertriebenen Mobilteil MT-C. Hier ist Tonwahl möglich, die Anrufliste der Box lässt sich übertragen und die Uhrzeit wird ins Mobilteil übernommen. Für Fremd-DECTs gilt bis auf Weiteres: Verbinden Sie Ihre Basis per Kabel mit der Box und Sie haben maximalen Komfort.

Viel Telefonkomfort

Den verspricht auch der eingebaute Anrufbeantworter - und hält Wort. So lassen sich mehrere Sprachboxen für unterschied­liche Rufnummern anlegen. Sollte Ihnen der Platz auf der Box nicht ausreichen, können Sie per USB und Speicherstick dem Rufsammler mehr Gedächtnis spendieren. Besonders praktisch: Neue Nachrichten kann man sich auch als Sounddatei in einer Mail zuschicken lassen. Bei den restlichen Telefonfunk­tionen gibt’s AVM-bekannten Komfort: Anrufe lassen sich weiterleiten, Sie können bei eingehenden Anrufen gleichzeitig das Telefon im Büro und zu Hause klingeln lassen und per Wahlregeln definieren, welche Nummernkreise über Festnetz, Internet-Telefonie oder gar nicht angewählt werden sollen.

Gute Wahl für Netzwerker

Deutlich verbessert zeigt sich der USB-Anschluss. Zwar liegt die gemessene Transferrate derzeit noch bei nur 13 Mbit/s, das ist aber ein deutlicher Fortschritt zum Vorgänger. Besonders praktisch: Schließen Sie etwa  einen Scanner an die Box an, können den alle mit der Box verbundenen PCs per Kabel oder WLAN-Funk so nutzen, als wäre er direkt am Rechner angedockt. So lassen sich auch externe Festplatten einbinden, auf denen beispielsweise die Musik der WG gespeichert ist. Über Internet-FTP kann man sogar von überall auf der Welt auf seine externe Platte zu Hause zugreifen.

Fazit

Mit der 7270 oder einem ihrer baugleichen Brüder machen Sie nichts falsch. Wer auf eine DECT-Basis, superschnelles WLAN und USB 2.0 verzichten kann, findet in der 7170 eine preiswerte Alternative. Bereits jetzt kann die neue 7270 - wenn man von noch fehlendem WDS absieht - deutlich mehr als der Vorgänger; die Bestenlistenspitze ist also redlich verdient. Bei einigen Funktionen - vor allem bei DECT - bedarf es zwar noch der Nacharbeit. Dennoch wird  AVM mit der 7270 seine Marktführerschaft weiter ausbauen, steht doch mit dieser Box eine mächtige Hardwareplattform zur Verfügung. Der Rest ist Firmware, und in diesem ­Bereich haben die Berliner ihren Geräten per Update regelmäßig viel mehr Funktionen eingehaucht, als ursprünglich zur Markteinführung verkündet. Das wird auch bei der 7270 nicht anders sein.

Test: Canon Pixma iP4600

Dezember 4th, 2008

Der Canon Pixma iP4600 folgt dem weit verbreiteten iP4500 nach. Die Neuerungen: kleineres Gehäuse, neue Tinten und weiter entwickelter Druckkopf. Lesen Sie, wie sich die Neuerungen im Test ausgewirkt haben.

Besonderheit: Der Canon Pixma iP4600 ist der Nachfolger des iP4500. Allerdings hat sich das Innenleben des Tintenstrahldruckers geändert: Sowohl die Tinten als auch der Druckkopf sind weiterentwickelt. Im Gegensatz zum iP4500 haben sich die neuen Kartuschen verkleinert. Auch die Reihenfolge, wie die Farbpatronen im Druckkopf stecken, wurde geändert.

Qualität: Die vom Hersteller versprochene Steigerung der Druckqualität konnten wir im Test nachvollziehen. Allerdings lag sie in Nuancen. So fielen insbesondere Linien in Grafiken und die Buchstabenränder im Textmodus einen Tick feiner als beim Vorgänger aus. Farben und Übergänge blieben auf dem schon bekannt hohen Niveau. Allerdings empfanden wir die Hauttöne als etwas zu rot.

Tempo: Das Mehr an Qualität ging zu Lasten der Geschwindigkeit. Wiederum gibt’s nicht die großen Unterschiede. So war unser zehnseitiger Grauert-Brief nach 1:18 Minuten fertig, während der iP4500 denselben Druckjob bereits nach 56 Sekunden erledigt hatte. Klarer wird der zeitliche Mehraufwand, nimmt man ein längeres Farbdokument wie unseren Zehnseiter aus Acrobat: Hierfür stoppten wir beim iP4500 noch 8:57 Minuten. Beim iP4600 fiel dagegen erst nach 11:47 Minuten die letzte Seite ins Ausgabefach. Tröstlich: Im Fotomodus ähneln sich die Tempowerte der beiden Tintendrucker stark. So druckte der iP4600 unser A4-Foto in 1:56 Minuten. Beim iP4500 hatte dafür seinerzeit nur eine Sekunde länger benötigt.

Ausstattung: Hier vertraut Canon weiterhin auf zwei Papierzuführungen, CD-Druck-Funktion und eine integrierte Duplex-Einheit - üppig. Vorne am Gerät findet sich ein Pictbridge-Anschluss für den Druck direkt von der Digitalkamera.

Verbrauch: In den kleineren Kartuschen befindet sich auch weniger Tinte. Wir errechneten für die farbige Seite 7,1 Cent und für das schwarzweiße Blatt 3,4 Cent. Der iP4500 unterbietet diese Werte mit 5,6 Cent für die Farbseite und 3 Cent für das Graustufenblatt. Dafür hat Canon den Energieverbrauch weiter gesenkt: Unser Messgerät zeigte gerade einmal 0,8 Watt im Ruhemodus an - das ist wenig. Ausgeschaltet ging der Tintenstrahldrucker auf optimale 0 Watt.

Fazit: Weiterhin ein empfehlenswerter Drucker mit guter Ausstattung. Der Qualtitätsgewinn geht allerdings teilweise zu Lasten der Geschwindigkeit.

Alternative: Der große Leistungssprung ist ausgeblieben. Sie können jetzt ein Schnäppchen machen, wenn Sie zum Vorgänger Canon Pixma iP4500 greifen. Dieser Drucker hat zwar ein etwas größeres Gehäuse, bietet aber eine ähnliche Ausstattung. Vor allen Dingen können Sie dank der vorhandenen Tinten von Drittanbietern die Verbrauchskosten signifikant senken.

So schützen Sie sich vor der E-Mail-Spam

November 27th, 2008

Jeden Tag das Gleiche: Das E-Mail-Postfach quillt über vor lästigem Reklamemüll. Mittlerweile sind fast drei Viertel aller E-Mails Spam, schätzen Experten. Woher die nervigen Mails kommen, welchen Schaden sie anrichten und wie Sie Ihren PC davor schützen, lesen Sie hier.

Ethernet per Fernsehkabel im ganzen Haus

November 26th, 2008

Adapter speist Ethernet-Signale in Koax-Kabel ein

Über ein Adapterpaar von Allnet lassen sich Ethernet-Signale über Fernsehkabel übertragen. Damit lässt sich eine bestehende Verkabelung eines Mietshauses für das Teilen eines Internetanschlusses verwenden. Das Gerät soll eine Bruttoübertragungsrate von 200 Megabit pro Sekunde erreichen.
Für 99 Euro empfohlenen Verkaufspreis bietet Allnet seinen “CoaxNet” genannten Adapter an, der bereits im Fachhandel verfügbar sein soll. Das Gerät hört auch auf die Modellnummer “ALL168207″. Gegenüber früheren Modellen mit ähnlichem Ansatz will der Hersteller die Übertragungsrate auf 200 MBit/s brutto gesteigert haben. Das Gerät basiert auf dem Intellon-Chipsatz 6400 und arbeitet mit einer Powerline-Adaptern vergleichbaren Technik. Bei solchen Übertragungen durch bereits anderweitig genutzte Kupferkabel kann man als Faustregel von einer maximalen Nettodatenrate von der Hälfte der angegebenen Bruttokapazität ausgehen, was im Falle des CoaxNet noch Fast-Ethernet entsprechen würde.

Allnet betont auch, dass die tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten von der Qualität der Fernsehverkabelung abhängen. Maximal über 800 Meter soll die Übertragung unter optimalen Bedingungen klappen. Je weiter die Entfernung zwischen der Einspeisung des Ethernet-Signals zum Empfänger ist, umso geringer wird die Geschwindigkeit.

Der CoaxNet ist dabei nicht nur für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung gedacht, obwohl mindestens zwei der Geräte gebraucht werden. Wenn beispielsweise ein Router die Ethernet-Signale ins TV-Kabel schickt, können mehrere andere CoaxNet-Adapter im selben Kabelnetz sie empfangen und auch wieder an den Router Daten senden. Hinter dem empfangenden Adapter darf auch wieder ein Switch hängen. Das Fernsehkabel arbeitet dabei wie ein sternförmiges Backbone.

Laut Allnet sollen auch HDTV-Signale, wie sie beispielsweise über eine Satellitenverteilanlage übertragen werden können, durch die Ethernet-Einspeisung nicht gestört werden. Die Datenverbindungen werden mit einem 128 Bit langen AES-Schlüssel kodiert. Das Gerät soll ab sofort im Fachhandel erhältlich sein.

AMD zeigt Phenom II mit über 5 GHz und Stickstoffkühlung

November 22nd, 2008

Erste Vorführung des neuen Desktopprozessors in den USA

US-Berichten zufolge hat AMD seine erste 45-Nanometer-CPU für Desktoprechner erstmals vor Journalisten im Betrieb gezeigt. Der Nachfolger der bisherigen Phenoms mit 65-Nanometer-Strukturen soll mit flüssigem Stickstoff bis zu 5 GHz erreichen, aber auch mit Luftkühlung ein hohes Übertaktungspotenzial bewiesen haben.

AMD hat den für Anfang 2009 erwarteten Phenom II mit dem Kern “Deneb” bei einer Veranstaltung in seiner Niederlassung im texanischen Austin vorgeführt. Das berichten HotHardware und Legit Reviews. Dabei waren mehrere Systeme aufgebaut, die von Luft- über Wasserkühlung bis zu flüssigem Stickstoff alles boten, was kommerziell und bei experimentellen Übertaktern eingesetzt wird.

Schon mit Luftkühlung soll der Phenom II dabei “rund 4 GHz” erreicht haben, schreibt HotHardware. Mit Wasserkühlung sollen es über 4 GHz gewesen sein, mit einem Kompressorsystem von Vapochill über 4,4 GHz. Und mit dem nur bei ständiger Zufuhr von flüssigem Stickstoff funktionierendem Experimentalsystem weit über 5 GHz - die exakten Frequenzen gibt der Bericht nur für das Vapochill-Setup an.

Bestätigt ist damit aber noch nicht, welche Taktfrequenzen AMD gleich zum Marktstart des Phenom II ab Werk anbietet. Die auf demselben Die basierenden Opterons mit Shanghai-Kern verkauft AMD bisher nur mit bis zu 2,7 GHz bei einer TDP von 105 Watt. Die für den Phenom II vorgesehene Plattform “Dragon” mit AMD-Chipsatz aus der Serie 700 und Radeon-4000-Grafikkarte verträgt jedoch auch bis zu 140 Watt TDP. Dies erreicht bisher nur der Phenom X4 9950. Bei allen Mainboards mit dem neuen Chipsatz 790GX hat AMD eigenen Angaben zufolge dafür gesorgt, dass die 140-Watt-CPUs auch stabil laufen. Mit einem solchen System mit Phenom X4 9950 ergaben sich auch bei unserem Test des Core i7 bei Luftkühlung keinerlei Stabilitätsprobleme.

Inoffiziellen Angaben der chinesischen Webseite IT186 zufolge soll der Phenom II bereits zum Marktstart am 8. Januar 2009, dem Beginn der Messe CES, als “Phenom II X4 940 Black Edition” mit 3 GHz erscheinen. Dabei soll er nur 125 TDP erfordern. Andere Modelle sind der Roadmap zufolge mit 2,8 und 2,6 GHz geplant, mit verkleinerten Caches auch als Quad-Core mit 2,5 GHz und als Triple-Core (Phenom II X3) mit 2,6 GHz. Diese sollen jedoch erst im Februar 2008 geliefert werden. Am 8. Januar 2009 soll AMD nur die Modelle 940 und 920 mit 3,0 und 2,8 GHz vorstellen - die gleiche Modellnummer wie beim kleinsten und mittleren Core i7 ist höchstwahrscheinlich kein Zufall. Fraglich bleibt, ob AMD bei 20 bis 30 Prozent mehr Rechenleistung - so die Angaben für die 45-nm-Opterons - bei gleichem Takt wirklich an den Core i7 herankommt.

In Austin bestätigte AMD darüber hinaus, dass die ersten Phenom II in den Sockel AM2+ passen werden, also noch mit DDR2-Speicher arbeiten. Erst die für den Februar 2009 geplanten Modelle sollen für den Sockel AM3 gedacht sein, dessen Mainboards DDR3 unterstützen, aber auch mit DDR2 funktionieren. Hier kündigt sich eine neue Vielfalt an Mainboards an. Auch für Intels Quad-Cores der Serie Q9000 gibt es noch zahlreiche Boards, die nicht auf den teuren DDR3-Speicher angewiesen sind.

Ob AMD die Berichterstattung von seiner Vorstellung des Phenom II ohne Sperrfristen erlaubt hat, ist nicht bekannt. In Europa finden ähnliche Veranstaltungen erst in der kommenden Woche statt.

Falsche Warnung vor “Einladung”

November 21st, 2008

Deutsche Internetnutzer erreicht dieser Tage ein Warnung vor eMails mit dem Betreff “Einladung”. Diese sollen den gefährlichsten Virus enthalten, den CNN je angekündigt habe. Tatsächlich handelt es sich bei der Nachricht um eine Falschmeldung.

Virus zerstört die Festplatte

Die falschen Warnungen kommen von wohlmeinenden Bekannten, die sie unreflektiert weiterleiten. Im Text der Falschmeldung heißt es, es handele sich um “ein Virus, das eine Olympia-Fackel öffnet, die die gesamte PC-Festplatte zerstört.” Wer eine solche Mail erhalte, solle seinen PC sofort ausschalten. Es sei, so heißt es weiter, “das gefährlichste Virus, das je durch CNN angekündigt wurde.” Es sei “gerade gestern Nachmittag durch Mc Afee entdeckt” und “von Microsoft als das zerstörerischste, das es je gegeben hat, eingestuft” worden. Es gebe auch noch keine Möglichkeit diese Virusart zu eliminieren. Sie zerstöre einfach den “Sektor Zero” der Festplatte.

Virenwarnungen kommen nicht als Kettenbrief

Fakt ist jedoch, dass richtige Virenwarnungen nie als Kettenbriefe mit einer Aufforderung zum Weiterleiten heraus gegeben werden. Der “Einladungs”-Hoax ist eine Variante des altbekannten Hoax “A Virtual Card for You” und geistert schon seit einiger Zeit mit dem englischen Titel “Invitation” durchs Internet. Hoaxes werden nicht nur per Mail verbreitet- Sie kursieren auch in den Netzen diverser Instant Messenger wie ICQ und MSN. Selbst im internen Messenger-Dienst von “Second Life” sind bereits solche Falschmeldungen aufgetaucht, ebenso in Online-Communities wie StudiVZ. Es besteht somit keine Gefahr durch einen vermeintlichen Virus. Anwender, die eine solche Nachricht bekommen, sollten die Nachricht löschen und sich nicht an der Weiterverbreitung der Falschmeldung beteiligen.